"Hallo, ich versuche, meinen dreijährigen Sohn zur Adoption freizugeben. Ich bin an keinem guten Punkt in meinem Leben und glaube nicht, dass ich richtig für ihn sorgen könnte, und weiß nicht, wo ich anfangen sollte." Mit diesen Worten leitete die 29-Jährige ihre Online-Kleinanzeige ein.
Überforderte Mutter suchte online Adoptiveltern
Sie suche nach jemandem, der Interesse daran hat, sich um das Kind zu kümmern. Als alleinerziehende Mutter fühle sie sich außerstande, sich selbst darum zu kümmern. In der Annonce auf der Kleinanzeigen-Plattform Craigslist bedankt sich die Frau einem Bericht des Lokalsenders KTRK zufolge im Voraus bei den neuen Eltern ihres Sohnes.
Durch die Online-Kleinanzeige wurde das Jugendamt auf die Frau aufmerksam. Als Mitarbeiter der Behörde bei der Familie auftauchten, sei ihnen klar gewesen, dass etwas nicht stimmen kann. Sie nahmen den Dreijährigen mit und brachten ihn bei Verwandten der Mutter unter. Sie selbst wartet jetzt auf ihren Prozess.
Behörde stellt Fehlverhalten fest – Prozess steht an
"Neue Technologie, das Internet, erschafft diese Arten von Fällen, mit denen wir jetzt zu tun haben", sagt der zuständige Staatsanwalt. Weil es im Internet passiert sei, sei den Behörden nicht sofort klar gewesen, welche Anklage in diesem Fall erhoben werden kann. Letztlich entschied man sich für "Werbung für die Abgabe eines Kindes" – ein Fehlverhalten, auch aus juristischer Sicht.
Eine Kaution in Höhe von 1.000 US-Dollar bewahrte die junge Frau vor dem Gefängnis. Sie wartet jetzt auf ihre Gerichtsverhandlung. Ob sie ihren Sohn wiedersehen wird und was mit dem Dreijährigen jetzt geschehen soll, wird sich erst nach dem Prozess weisen.
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