Die Macher der App bewarben "Social Roulette" als "Gelegenheit für einen Neuanfang". Sie richte sich an alle, die schnellen Nervenkitzel auf Kosten ihres sozialen Netzwerks suche, hieß es in der App-Beschreibung. Allerdings nur vier Stunden lang - nur so lang dauerte es nämlich, bis der US-Konzern die Anwendung wegen "negativer Nutzererlebnisse" wieder verbannte.
Ebenso lang hat dem Technikblog "TechCrunch" auch die Erstellung der App gedauert, die von einem Assistenzprofessor der Universität New York entwickelt wurde. Das Ziel der App sei ohnehin Provokation gewesen, so der Macher im Gespräch mit der Website.
Logo der Anwendung missfiel Facebook
Das wird auch bei einem Blick auf das Logo der Anwendung deutlich. Es gleicht dem Patronenlager eines Revolvers mit sechs Schuss, wobei die einzige "Kugel" darin durch das Facebook-Logo dargestellt wird.
Wie viele Nutzer der App in der kurzen Zeit, in der sie benutzt werden konnte, zum Opfer gefallen sind, ist ungewiss. Wer das Funktionieren der Anwendung anzweifelte und von ihr um seine Fotos, Freundeslisten und "Gefällt mir"-Angaben gebracht wurde, dürfte jedoch ziemlich verärgert gewesen sein.
Löschung von Accounts nicht explizit verboten
In seinen Nutzungsbedingungen verbietet das soziale Netzwerk die Löschung von Konten durch Apps laut dem Blog zwar nicht, dass es einer werbefinanzierten Internetplattform wie Facebook jedoch nicht unbedingt gefallen dürfte, wenn eine Anwendung Nutzer löscht, die bares Geld bringen, ist nachvollziehbar.
Der Macher der App will indes nicht aufgeben. Er will sich mit dem sozialen Netzwerk einigen und seine App möglichst bald wieder online gehen lassen. Dass sie dann immer noch Accounts löschen kann, darf aber angezweifelt werden.
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