Freie Tage für Lenker

Gewerkschaft reagiert jetzt nach Obus-Tragödie

Salzburg
21.04.2026 14:30

Die Ermittlungen zur Obus-Tragödie im Salzburger Stadtteil Itzling laufen. Wie berichtet, starb ein Salzburger (55), sieben Personen wurden verletzt. Unfallursache war wohl ein Schlaganfall beim Buslenker (59). Darauf geht jetzt die Gewerkschaft ein: Sie fordert eine Freistellung für Berufslenker nach schweren Unfällen, wie es bei Eisenbahnern bereits der Fall ist.

Nach wie vor laufen die Ermittlungen nach der Obus-Tragödie am Montag im Salzburger Stadtteil Itzling. Ein Obus der Salzburg-Linien, unterwegs auf der Linie 6, prallte direkt in den Eingangsbereich eines Billa-Geschäfts. Ein Passant, der gerade vor dem Supermarkt stand, wurde getötet. Sieben weitere Personen erlitten Verletzungen, eine Person davon schwer.

Der Busfahrer befindet sich im Spital auf der Intensivstation – er wurde noch am Montag notoperiert. Den Ermittlungen nach dürfte er während der Fahrt einen Schlaganfall erlitten und dadurch die Kontrolle über den Gelenkbus verloren haben – die „Krone“ berichtete.

Die Staatsanwaltschaft hat bereits einen Unfall-Sachverständigen mit einem Gutachten beauftragt. Zudem wurde eine Obduktion des tödlich verunglückten 55-Jährigen angeordnet. Ergebnisse dazu stehen noch aus. 

Drei Tage Freistellung gefordert
In der Zwischenzeit griff die Gewerkschaft vida das Unglück auf: Eine bessere Absicherung für Berufskraftfahrer nach Unfällen wird gefordert. „Unfallsituationen führen für die Lenker oft auch zu schweren physischen Belastungen. Sie sollen daher Zeit bekommen, um sich zu erholen und durch schwere Unfälle ausgelöste Schocks verarbeiten zu können“, erklärt Markus Petritsch. Eine ähnliche Regelung, wie bei den Eisenbahnern, werde gefordert: drei Tage Freistellung und Anspruch auf psychologische Betreuung.

Zitat Icon

Berufskraftfahrer sollen Zeit bekommen, um sich zu erholen und den Schock verarbeiten zu können.

Markus Petritsch von der Gewerkschaft vida

Ein Weiterarbeiten nach solchen traumatischen Ereignissen stelle laut Petritsch ein „unkalkulierbares Sicherheitsrisiko“ dar. Bei den Eisenbahnern gibt es bereits seit Ende 2020 das Recht auf eine bezahlte Freistellung von drei Tagen nach schweren Unfällen.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

Salzburg

krone.tv

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung