„Lage ist heikel“

Kondome werden durch Krieg im Iran teurer

Wirtschaft
21.04.2026 14:16
Porträt von krone.at
Von krone.at

Durch den Krieg im Nahen Osten sind nicht nur Diesel, Benzin und Kerosin teurer geworden, auch bei Verhütungsmitteln sind nun Preisanstiege zu erwarten. Der weltgrößte Kondomhersteller Karex kündigte an, dass er aufgrund der Folgen des Konflikts die Preise um 20 bis 30 Prozent anheben müsse.

„Die Lage ist definitiv sehr heikel, die Preise sind hoch ... Wir haben keine andere Wahl, als die Kosten jetzt an die Kunden weiterzugeben“, sagte Firmenchef Goh Miah Kiat am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters.

Nachfrage stark gestiegen
Die Nachfrage nach Kondomen sei in diesem Jahr um rund 30 Prozent gestiegen, da viele Kunden wegen hoher Frachtkosten und Lieferverzögerungen nur noch geringe Lagerbestände hätten. Zudem seien die Kosten für Rohstoffe wie synthetischen Kautschuk, Verpackungsmaterial und Silikonöl gestiegen.

Jährlich fünf Milliarden Kondome
Das malaysische Unternehmen produziert jährlich mehr als fünf Milliarden Kondome und beliefert bekannte Marken wie Durex und Trojan sowie staatliche Gesundheitssysteme und UN-Hilfsprogramme. Sollten die Probleme in den Lieferketten andauern, seien weitere Preiserhöhungen möglich, sagte der Firmenchef.

Karex reiht sich in die wachsende Liste von Unternehmen ein, darunter auch Hersteller medizinischer Handschuhe, die sich auf Engpässe in der Lieferkette einstellen müssen. Der Iran-Krieg belastet die Energie- und Petrochemielieferungen aus dem Nahen Osten und beeinträchtigt die Rohstoffbeschaffung.

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