Wegen Flugabgabe

Ryanair droht mit Ende der Strecke Linz-London

Oberösterreich
21.04.2026 14:09

Ryanair-Boss Michael O’Leary holt – wieder einmal – zum verbalen Schlag aus: Wenn Österreich nicht bis 1. Mai die Luftverkehrssteuer abschafft, werde die Billig-Fluglinie weitere Strecken abziehen. Damit könnte auch die Verbindung von Linz nach London wegfallen.

„Wir fordern die Regierung auf, die unsinnige Luftverkehrssteuer zum 1. Mai abzuschaffen“, polterts Ryanair-CEO Michael O´Leary. Andernfalls will die Airline Flüge aus Österreich abziehen – damit könnte auch die Strecke Linz-London wegfallen. Das zumindest ist die Drohung.

Flüge sind (noch) nicht buchbar
Neben der britischen Hauptstadt fliegt Ryanair von Linz aus auch noch Alicante in Spanien an, und im Sommer zusätzlich noch das italienische Bari. Wie ernst die Drohung des exzentrischen Ryanair-Chefs ist, ist schwer einzuschätzen. Umgekehrt hat O’Leary auch einen Ausbau der Flüge in Aussicht gestellt, sollte die Steuer in Höhe von zwölf Euro pro Flug und Passagier fallen.

Fakt ist: Die Flüge von Linz nach London – derzeit zweimal wöchentlich – sind im Winterflugplan ab November (noch) nicht buchbar. Und im Herbst hatte Ryanair fünf von 19 in Wien stationierten Flugzeugen abgezogen und das damals ebenfalls mit der Luftverkehrssteuer begründet.

Airport-Chef glaubt an Verbleib
Norbert Draskovits, Geschäftsführer des Linzer Flughafens, glaubt im „Krone“-Gespräch jedenfalls an einen Verbleib der London-Strecke: „Wir haben sehr gute Beziehungen zu Ryanair. Wir haben einen mehrjährigen Vertrag und ich gehe davon aus, dass sich Ryanair daran hält.“ Die Luftverkehrssteuer hält Draskovits für einen Standortnachteil, „weil die Ryanair ihre Kapazitäten über ganz Europa verteilt und dorthin geht, wo es die wenigsten Kosten gibt.“

Landeshauptmann will, dass Abgabe zu Ländern wandert
Wohl kein Zufall ist, dass Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (ÖVP), gleichzeitig Aufsichtsrats-Chef des Airports, just einen Tag vor der Drohung von Ryanair seinerseits forderte: Die Luftverkehrsabgabe solle abgeschafft werden. Und am Dienstag erneuerte dann auch Landeshauptmann Thomas Stelzer (ebenfalls ÖVP) seine Forderung: „Die Flugverkehrsabgabe gehört in die Hand der Länder. Wenn Entscheidung und Einnahmen bei den Ländern liegen, können wir gezielt in Standorte wie Linz investieren. Das schafft klare Anreize und Rahmenbedingungen für Airlines, Verbindungen zu sichern und neue aufzubauen.“

Für den Linzer Airport wäre das Aus der London-Flüge jedenfalls der nächste Nackenschlag. Erst kürzlich war es gelungen, mithilfe einer millionenschweren Geldspritze des Landes den Frankfurt-Flug zurückzuholen …

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