Hyundai ist einer der wenigen Hersteller, die wasserstoffbetriebene Fahrzeuge verkaufen. Nun soll ein ganz spezielles dazukommen: ein Panzer. Die neue Generation K3 soll den europäischen Markt erobern – und sogar den deutschen Leopard 2 übertrumpfen.
Es soll der weltweit erste Kriegspanzer mit Wasserstoffantrieb werden. Gefertigt wird er von Hyundai Rotem, einer Tochter der Hyundai Kia Automotive Group, die sonst u.a. auch Schienenfahrzeuge und Produktionsanlagen herstellt.
Die Kettenräder werden von Elektromotoren angetrieben, die ihren Strom via Wasserstoff-Brennstoffzelle und Akkus beziehen, wie bei entsprechenden Pkws, Lkws und Bussen.
Hintergrund für den Verzicht auf den üblichen Dieselmotor ist nicht etwa, dass Kriege klimafreundlich werden sollen, sondern u.a. die geringere Wärmeentwicklung. Dadurch wird die Erfassung durch gegnerische Wärmebildkameras, Lenkwaffen und Drohnen erschwert.
Außerdem soll der 55-Tonner besser beschleunigen und leiser fahren als der K2, auf dem er basiert, und es muss im Stand keine Maschine laufen. Zusätzlich sollen radarstrahlenabsorbierende Materialien für erhöhte Sicherheit der Drei-Mann-Besatzung sorgen.
Klassisch wird er mit einer 130-Millimeter-Glattrohrkanone bewaffnet, die Ziele in fünf Kilometer Entfernung treffen soll. Der Leopard 2 hat Kaliber 120. Darüber hinaus bietet er die Möglichkeit, Drohen fernzusteuern.
Der Panzer soll weitgehend autonom fahren können. Sein KI-basierendes Feuerleitsystem soll über stärkere Präventivschlagfähigkeiten verfügen.
Wie der Hyundai-Panzer im Ernstfall an Wasserstoff kommen soll, ist jedoch noch nicht geklärt. Die H-Infrastruktur ist schon für Zivilfahrzeuge praktisch nicht vorhanden. Aber wer weiß, der K3 soll erst 2040 marktreif sein. Das Problem der hochexplosiven Tanks bleibt jedoch erhalten.
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