WM-Viertelfinale

England und Argentinien weiter: Das war die Nacht

Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Mit etwas Mühe sind England und Titelverteidiger Argentinien ins Halbfinale der Fußball-WM eingezogen. Die „Three Lions“ von Trainer Thomas Tuchel bezwangen Norwegen dank eines Doppelpacks von Jude Bellingham mit 2:1 nach Verlängerung. Anschließend setzte sich der Weltmeister gegen die Schweiz nach längerer Überzahl mit 3:1 nach Verlängerung durch. Für Superstar Lionel Messi endete seine WM-Torserie. Beide Teams treffen am Mittwoch (21.00 Uhr MESZ) in Atlanta aufeinander.

Die Engländer dürfen vor allem dank Bellingham weiter auf den zweiten WM-Titel nach 1966 hoffen. Der Real-Madrid-Star traf in Miami doppelt (45.+2, 93.), die Norweger waren durch ein Traumtor von Andreas Schjelderup (36.) vor 64.478 Zuschauern in Führung gegangen. Nach dem Aufstieg war Tuchel aber alles andere als zufrieden. „Wir haben es uns durch unsere Spielweise sehr, sehr schwer gemacht. Schlampig, viele technische Fehler, nicht schnell genug, nicht konsequent genug. Wir hatten heute Glück“, sagte der Deutsche. Seine Spieler hätten aber „pure Mentalität“ gezeigt.

  Für Diskussionen sorgte indes ein Kamerakabel. Unklar ist, ob der Ball vor dem 1:1 durch Bellingham ein in der Luft gespanntes Kabel berührt und dadurch seine Richtung verändert hat. Die Norweger reklamierten vehement, forderten eine Spielunterbrechung und Schiedsrichterball. Das Tor zählte allerdings, der Fußball-Weltverband äußerte sich nach Schlusspfiff. Die Daten würden nicht belegen, dass der Ball vor dem Treffer von Bellingham ein in der Luft gespanntes Kamerakabel berührt und dadurch seine Flugrichtung verändert hätte, teilte die FIFA bei X mit. Der Sensor im Ball, der zum Beispiel auch bei der Bewertung möglicher Handspiele helfen soll, habe keinen Ausschlag angezeigt.

Kein Messi-Tor: Argentinien musste lange zittern
Die Argentinier dürfen indes weiter von der erfolgreichen Titelverteidigung träumen. Der Weltmeister setzte sich in Kansas City gegen die Eidgenossen durch, obwohl Kapitän Messi erstmals seit neun WM-Spielen in Serie nicht traf. Die Erlösung vor 69.045 Zuschauern gelang Julian Alvarez mit einem Traumtor in der 112. Minute, Lautaro Martinez (121.) traf kurz vor dem Schlusspfiff für die offensiv über weite Strecken harmlose Albiceleste zum Endstand. Zuvor hatte der 39-jährige Messi das 1:0 durch Alexis Mac Allister (10.) mit einem Corner vorbereitet. Für die Schweizer traf Dan Ndoye (67.).

Gesprächsstoff lieferte der Platzverweis des Schweizers Breel Embolo. Der Torjäger kassierte in der 72. Minute nach einer Schwalbe und VAR-Intervention die Gelb-Rote Karte. Embolo war zuvor im Zweikampf mit Leandro Paredes tief in der eigenen Hälfte unnötig abgehoben. Da der Argentinier von Schiedsrichter Joao Pinheiro verwarnt wurde, schaltete sich der VAR ein – und der Referee schickte den 29-Jährigen vom Platz. Embolo verschwand unter Tränen in der Kabine.

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