Senegals Fußball-Teamchef Pape Thiaw muss seinen Hut nehmen. Der nationale Verband verkündete am Samstag die Trennung vom Cheftrainer und erklärte, die Ergebnisse bei der WM in Nordamerika hätten dies erforderlich gemacht.
Senegal hatte ein enttäuschendes Turnier absolviert, war aber trotz Niederlagen in den Gruppenspielen gegen Frankreich und Norwegen in die K.o.-Phase aufgestiegen. Dort kam im Sechzehntelfinale trotz einer 2:0-Führung das Aus gegen Belgien (2:3 n. V.).
Sperre nach Afrika-Cup-Finale
Der 45-jährige Thiaw hätte im September zu Beginn der Afrika-Cup-Qualifikation eine Sperre von fünf Spielen antreten müssen, da er im Jänner im Finale des Afrika Cups gegen Marokko einen Protest seines Teams angezettelt hatte. Wegen einer Elfmeter-Entscheidung hatten die Senegalesen das Feld vorübergehend verlassen. Die Thiaw-Truppe hatte das Endspiel danach zwar mit 1:0 gewonnen, die Partie wurde aber später wegen der Protestaktion mit 3:0 für Marokko gewertet.
Berühmter Nachfolger?
Laut der französischen Tageszeitung „L‘Equipe“ gehört der französische Weltmeister Patrick Vieira, der in Dakar geboren wurde, zu den Favoriten für die Thiaw-Nachfolge. Der senegalesische Fußballverband hat für Montag eine Pressekonferenz einberufen.
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