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Tatortreiniger erzählt

„Angehörige nennen uns ,Engel‘ – aus Dankbarkeit“

Oberösterreich
13.09.2024 10:00

Immer wieder kommt es vor, dass Menschen nach ihrem Tod längere Zeit unbemerkt in den eigenen vier Wänden liegen bleiben. Wenn dann besorgte Angehörige und Nachbarn Alarm schlagen, wird oft  Daniel Hodzic, von Beruf „Tatortreiniger“, gerufen. Meist ist er abseits von Verbrechens-Tatorten am Werk – dort, wo Gevatter Tod ganz leise und unbemerkt zu Gast war.

„OÖ Krone“: Herr Hodzic, wie darf man sich den Ablauf Ihrer Arbeit vorstellen?
Daniel Hodzic: Viele Leute denken, wir würden die Leiche selbst abtransportieren. Das stimmt aber nicht: Meist kommt als Erstes die Polizei, die die Wohnungs- oder Haustür öffnet und Nachschau hält. Erst wenn sie bestimmt hat, dass es sich um einen unbedenklichen Todesfall handelt, es also nicht nach Fremdverschulden ausschaut, werden wir hinzugezogen. Die Leiche nimmt dann zwar der Bestatter mit, aber oft bleiben neben all den Nebenerscheinungen auch Teile und Überreste zurück, für deren Entsorgung dann wir zuständig sind. Aber wir säubern ja nicht nur Tatorte, sondern z.B. auch Messie-Wohnungen.

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