Projekt zieht sich

„Viele Fragen sich, ob Brücke jemals gebaut wird“

Oberösterreich
26.05.2026 16:15

In Mauthausen ist bei der Sanierung der alten Donaubrücke der erste von sieben Pfeilern vom Spundwandkasten befreit worden. Bis 2028 und dem Beginn des Tragewerktauschs müssen noch drei weitere Strompfeiler und drei Vorlandpfeiler erneuert werden. Politisch bleibt das Thema weiter umstritten.

Die Pläne für einen Brückenneubau sowie die Sanierung der alten Donauquerung in Mauthausen sorgen in der Landespolitik weiter für Debatten. Die SP wirft FP-Verkehrslandesrat Günther Steinkellner vor, die Bevölkerung nicht ausreichend zu informieren.

Starke Verunsicherung
Mit einer schriftlichen Anfrage wollen die Roten nun wissen, wie es um beide Projekte bestellt ist. „Die Menschen in der Region sind verunsichert. Sie wissen nicht, wie ihr Alltag während der dreimonatigen Brückensperre im Sommer 2028 funktionieren soll. Viele fragen sich, ob nach der Brückensperre überhaupt noch eine neue Brücke gebaut wird. Die verschobenen Zeitpläne, die steigenden Kosten und Gerichtsentscheidungen verstärken das Misstrauen. Die Bevölkerung hat ein Recht auf Transparenz und ich werde sie einfordern, wenn der Landesrat sie nicht von sich aus herstellt“, so Landtagsabgeordneter Erich Wahl.

Zitat Icon

Verschobene Zeitpläne, steigende Kosten sowie das Erkenntnis des Bundesverwaltungsgerichts verstärken das Misstrauen. 

Erich Wahl, SPÖ-Lantagsabgeordneter

Bis 21. Juli muss Steinkellner antworten. Fast zeitgleich mit der Anfrage wurde in Mauthausen der Fortschritt der Sanierung der alten Brücke enthüllt. Beim ersten von insgesamt sieben Pfeilern wurde der Spundwandkasten abgebaut. In den Pfeiler wurden seit August des Vorjahres 1300 Kubikmeter Beton sowie rund 225 Tonnen Bewehrungsstahl verbaut.

„Damit liegen die Vorbereitungsarbeiten für den Tragwerkstausch im Zeitplan“, ist Steinkellner überzeugt, dass ab 2028 der Tragwerkstausch vorgenommen werden kann. Er fügt hinzu: „Der Baufortschritt zeigt eindrucksvoll, mit welcher Professionalität und Präzision hier gearbeitet wird. Damit schaffen wir die Grundlage, diese wichtige Verbindung nachhaltig zu sichern und fit für die kommenden Jahrzehnte zu machen.“

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