Vorstoß der Grünen

Ab 2035 nur noch Bio-Essen für Landesmitarbeiter?

Oberösterreich
26.05.2026 07:00

Ob das allen schmeckt? Die Grünen hätten gerne, dass alle Landesbediensteten ausschließlich mit Bio-Essen versorgt werden. Ein entsprechender Landtagsantrag, der die Regierung auffordert, den Anteil der Bio-Lebensmittel bis 2035 auf 100 Prozent zu erhöhen, wird am Donnerstag im Ausschuss behandelt.  

Oberösterreich gilt als Pionier: Seit 2019 ist auf den Speiseplänen der 39 Gemeinschaftsküchen des Landes, die täglich rund 8000 Personen versorgen, nachzulesen, woher die verwendeten Lebensmittel kommen. Alleine in der Kantine des Landesdienstleistungszentrums (LDZ) in Linz werden jährlich rund 250.000 Mahlzeiten aufgetischt – Fleisch und Eier stammen hier zu 100 Prozent aus Österreich.

Bio-Anteil derzeit bei 24 Prozent
Damit könnten eigentlich auch die Grünen zufrieden sein, denen die Herkunftskennzeichnung bei Lebensmitteln besonders am Herzen liegt. Doch wo sie noch Verbesserungsbedarf sehen, ist beim Bio-Anteil. Der lag laut Angaben aus dem Büro von Agrarlandesrätin Michaela Langer-Weninger (ÖVP) 2025 bei knapp 26 Prozent. Das ist den Grünen zu wenig. Der Anteil solle bis 2035 auf 100 Prozent steigen, so ihre Forderung.

Verbindliches Konzept gefordert
Diese haben sie in einen Landtagsantrag gegossen, der am Donnerstag im zuständigen Ausschuss behandelt wird. Konkret solle die Landesregierung dazu ein verbindliches Konzept vorlegen, das „Zwischenziele, einen verbindlichen Zeitplan und ein einheitliches Monitoring“ für alle Landesküchen beinhaltet.

Die Grünen haben dabei nicht (nur) die gesunde Ernährung der Landesmitarbeiter im Blick, sondern begründen den Antrag mit der Stärkung von nachhaltiger Landwirtschaft, hochwertigen Lebensmitteln und regionaler Wertschöpfung. Zudem habe die Beschaffung von Bio-Lebensmitteln auch eine positive Auswirkung auf die Folgekosten für Wasseraufbereitung, Bodenschutz und Klimaschäden.

Langer-Weninger reagiert verhalten auf die Forderung. Wichtig sei eine Kombination der Komponenten Bio und regional. Denn: Ein konventioneller Apfel aus der Heimat habe wohl eine bessere Umweltbilanz als eine Bio-Banane aus Übersee.

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