In seiner Kindheit hat Autor Robert Schneider vom Paradies geträumt – bis er es dann sah. Eine Erinnerung an sommergeschmolzene Schokolade und schräge Straßenkehrer.
Als unsere Dorfstraße noch ein Schotterweg war, schloss ich Freundschaft mit Hermann, dem Straßenkehrer. Hermann nahm es mit der Wahrheit nicht so genau. Flunkern war für ihn selbstverständlich. Das verunsicherte die Menschen. Sobald er nämlich den Mund auftat, wurde aus der Welt, wie sie zum Beispiel mein Vater sah, eine andere Welt. Sie war auch niederträchtig, ungerecht und verlogen, aber sie strotzte vor wundersamen Begebenheiten, die meine kindliche Fantasie beflügelten.
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