Kein Zugriff mehr

Nutzerkonten bei Spieledienst Uplay gehackt

Web
07.01.2013 09:59
Zahlreiche Benutzer des Spieledienstes Uplay aus dem Hause Ubisoft klagen seit Tagen darüber, dass sie keinen Zugriff mehr auf ihre Spiele bekommen. Betroffene sollen automatisierte Mails erhalten haben, in denen sie darauf hingewiesen wurden, dass die E-Mail-Adressen ihrer Accounts nun mit einer russischen Internet-Domain enden. Offenbar wurden sie Opfer eine Hacker-Attacke.

Uplay funktioniert ähnlich wie Origin oder Steam: Spieler müssen ihre zuvor gekauften Games darüber registrieren und können diese nur dann spielen, wenn sie auch im entsprechenden Online-Dienst angemeldet sind.

Gegenüber der US-amerikanischen Gaming-Website "Gamespy" hat Ubisoft mittlerweile bestätigt, dass einige Accounts gehackt wurden. Über das genaue Ausmaß der Account-Diebstähle hüllt sich das Unternehmen derzeit noch in Schweigen. Es wird aber zumindest beteuert, dass die Täter keinen Zugriff auf die hinterlegten Kreditkarteninformationen der Betroffenen erlangt haben und die Zahlungsinformationen sicher seien.

Es werde intensiv an einer Lösung für das Problem gearbeitet, heißt es von Ubisoft. Einstweilen wird Benutzern des Online-Dienstes geraten, ihre Passwörter zu überprüfen und gegebenenfalls durch sicherere zu ersetzen, in denen auch Zahlen und Großbuchstaben vorkommen.

Legal gekaufte Games für Spieler unerreichbar
Den betroffenen Spielern wird das kaum ein Trost sein. Sie können nach dem Account-Diebstahl seit Tagen nicht mehr auf ihre legal erworbenen Spiele zugreifen, da diese nur dann starten, wenn man auch im Uplay-Onlinedienst eingeloggt ist. Games, die das System nutzen, sind unter anderem "Far Cry 3" und "Assassin’s Creed 3". 

Es ist nicht der erste Hack eines Spieledienstes. Auch Steam (siehe Infobox) hat es beispielsweise schon einmal erwischt. Die Publisher müssen sich angesichts solcher Pannen immer wieder die Vorwürfe der Spieler gefallen lassen, dass Online-Zwänge als Kopierschutz alles andere als kundenfreundlich sind. Die Spieleindustrie hingegen sieht es als notwendigen Schritt im Kampf gegen Raubkopierer.

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