IFA-Trends

Im Stau stehen ohne Langeweile

Motor
29.08.2005 11:50
Der PC hält Einzug im Auto: Geht es nach dem Willen der Industrie, informieren die Autos in Zukunft über neu eingetroffene E-Mails und lesen sie vor, die Kinder sehen sich währenddessen auf den hinteren Sitzen einen Film an oder surfen im Internet, während der Fahrer von dem Navigationssystem durch den Großstadtdschungel gelotst wird. Viele der dafür notwendigen Geräte sind auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin zu sehen.

So präsentieren die Unternehmen Intel und EEPD einen Mini-PC, der als Unterhaltungsstation im Auto arbeitet. Der Fahrer kann über das Mobilfunk-Modul telefonieren, während die Mitfahrer DVD oder schauen oder fernsehen. Zwei integrierte Bildschirme im Rücken der Vordersitze sollen die Rückbank zum Kino machen. Die PC-Lösung passt in einen herkömmlichen Autoradioschacht. Bedienen lässt sich das System über einen Touchscreen, der entweder vor oder auf dem Armaturenbrett im Frontbereich des Fahrzeugs angebracht ist. 

16:9 für die Rückbank
Auch Blaupunkt präsentiert auf der IFA, was heutzutage multimedial im Auto möglich ist. Mitfahrer können im Heimkinoformat 16:9 DVD oder Fernsehen schauen, dank klappbarem Deckenmonitor am Fahrzeughimmel. Der japanische Aussteller Kenwood zeigt gleich fünf Monitor-Modelle im breiten 16:9-Format und in verschiedenen Einbau-Varianten. 

Supertechnik wird wohl kein Standard
Doch ob DVD-Player und der Internetzugang im Auto Standard werden, ist nach Meinung von Experten noch fraglich. Viele Leute sind von zu viel Technik im Auto überfordert. Die Autohersteller schauen sehr wohl auch auf den demographischen Faktor und beachteten, dass immer mehr Autokäufer älter seien. Aber Sondereditionen mit Multimedia-Technik für das Familienauto wird es in Zukunft sicherlich geben, sind Fachleute überzeugt.  

Tragbare Geräte fürs Auto
Wer hingegen vom Computer nur durch die Stadt gelotst werden will, greift statt auf einen Multimedia-PC eher auf einen preiswerteren mobilen Taschencomputer, den Personal Digital Assistant (PDA), zurück. Inzwischen werden mehr als zwei Drittel aller Organizer im Verbund mit einer Navigationssoftware und dem entsprechenden Zubehör verkauft. Viele PDAs werden auch gleich für den Gebrauch als Navigationsgerät optimiert. 

Und noch ein mobiler neuer Begleiter zieht ins Auto ein: Apples iPod, für den immer mehr Docking-Stationen angeboten werden, die wie ein Gerät von Harman/Kardon zum Beispiel auch eine bequeme Navigation durch das gespeicherte Musikarchiv erlauben.

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