Mehrere Explosionen

Tödliche Drohnenattacke sucht erneut Russland heim

Außenpolitik
20.04.2026 08:35
Porträt von krone.at
Von krone.at

Erneut ist es im russischen Schwarzmeerhafen Tuapse in der Region Krasnodar zu einem tödlichen ukrainischen Drohnenangriff gekommen.

Im Hafen brenne es, Drohnentrümmer hätten Gebäude in der Stadt beschädigt, darunter eine Schule und einen Kindergarten, schrieb Gouverneur Wenjamin Kondratjew auf Telegram. Mindestens ein Mensch sei ums Leben gekommen, eine weitere Person sei verletzt. Das Portal „Kyiv Independent“ berichtete unter Berufung auf Nachbarn von Explosionen, zwei brennenden Tanks der Raffinerie und hohen Flammen. Die Behörden der Stadt teilten mit, dass die Schulen geschlossen blieben.

In der Stadt Tuapse, die 75 Kilometer nordwestlich der Großstadt Sotschi liegt, befindet sich einer der wichtigsten Häfen für den russischen Ölexport. Dieser war bereits vergangene Woche Ziel eines ukrainischen Angriffs. Dort gibt es auch eine Raffinerie, die dem größten russischen Ölkonzern Rosneft gehört.

Hier sind gerade die Drohnen im Anflug:

Gewaltige Flammen steigen nach den Explosionen empor:

Zwei russische Landungsschiffe vor der Krim attackiert
Der ukrainische Militärgeheimdienst GUR traf indes nach eigenen Angaben mit einem Angriff zwei große russische Landungsschiffe vor der von Russland besetzten Halbinsel Krim. Die Schiffe der russischen Schwarzmeerflotte hätten sich während des nächtlichen Angriffs in der Bucht von Sewastopol befunden, teilte der GUR am Montag mit.

Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine großangelegte russische Invasion. Als Teil ihres Abwehrkampfes greift sie vermehrt Russlands Ölindustrie an, die für Moskaus Finanzierung des Kriegs wichtig ist. Die Zahl der Opfer und das Ausmaß der Schäden stehen in keinem Verhältnis zu den verheerenden Kriegsfolgen russischer Angriffe in der Ukraine.

Selenskyj schreibt Russland hohe Verluste beim Öl-Export zu
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Sonntag mitgeteilt, die ukrainischen Angriffe auf Russlands Ölinfrastruktur hätten zu einem Verlust von mindestens 2,3 Milliarden Dollar an Einnahmen durch Ölverkäufe geführt. Der „Kyiv Independent“ berichtete, durch Drohnenangriffe und Beschlagnahmung von Öltankern der sogenannten russischen Schattenflotte seien im April rund 40 Prozent der russischen Öl-Exportkapazitäten lahmgelegt worden.

Für die an die Ukraine angrenzenden russischen Verwaltungsgebiete Belgorod, Kursk, Brjansk, Woronesch, Rostow und Krasnodar gilt eine Reisewarnung, Sicherheitsstufe 4 (von 4). In diesen Gebieten kommt es zu Drohnenangriffen und Explosionen, es besteht Gefahr für Leib und Leben. Reisende müssen sich der möglichen Konsequenzen bewusst sein.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt