So, 21. Oktober 2018

Sexualität und Sport

05.12.2012 09:54

Moderates Training macht auch fit im Bett

Bewegung beugt nicht nur vielen Krankheiten vor. Sportliche Betätigung wirkt sich auch positiv auf die männliche und weibliche Sexualität aus.

"Ausdauersport in Maßen ist extrem gut für die Durchblutung und beugt damit auch Potenzstörungen vor", erklärt Markus Margreiter, Urologe am AKH Wien, in einem Vortrag zum Thema "Sport und Sexualität" bei der Sportärztewoche in Kaprun.

Sport schützt die Potenz
Der Mediziner hat eine ganze Reihe von aktuellen Studien zum Thema durchforstet. Sport wirke sowohl auf der organischen Ebene als auch für die Psyche positiv. "Moderates sportliches Training schützt das Herz, aber auch die Potenz", verweist Margreiter auf die durch Sport verbesserte Durchblutung und die damit verbundene Stärkung der Blutgefäße.

Sport beeinflusst aber auch den Hormonhaushalt - die positive Wirkung der Glückshormone, die beim Training entstehen, ist bekannt. Eine Studie an der Medizinuniversität Wien hat gezeigt, dass Trainingseinheiten, bei denen pro Woche rund 3.000 Kilokalorien verbrannt werden, das Impotenzrisiko der 45- bis 60-Jährigen dauerhaft um 83 Prozent senkt. "Diesen Effekt sieht man auch bei jüngeren Männern", sagt der Urologe. Die 3.000 Kilokalorien entsprechen etwa vier bis fünf Stunden Bewegung pro Woche.

Wichtig sei ein moderates Training. "Sowohl Hochleistungssport als auch extreme Spitzenbelastungen wirken sich negativ auf die Hormone aus", warnt Margreiter: "Bei Extremsportlern sinkt der für die Sexualität des Mannes wichtige Testosteronspiegel."

Schneller schwanger
Sport wirkt sich auch auf die Fruchtbarkeit der Frau positiv aus. Der Urologe verweist auf eine kürzlich publizierte Untersuchung, die ergab, dass sportlich aktive Frauen schneller schwanger werden als Bewegungsmuffel. Aber auch hier gilt: Hochleistungssport ist kontraproduktiv.

Ebenso stark wie auf der organischen wirkt Sport auf der psychischen Ebene. Körperliche Betätigung steigert bei Männern und Frauen das sexuelle Verlangen. Bewegung hat dabei auch Einfluss auf die Selbstwahrnehmung. Frauen wie Männer, die Sport treiben, fühlen sich besser – unabhängig davon, ob sie dick oder dünn sind. Und nicht zuletzt ist Sport ein probates Mittel zum Stressabbau – und das hat wiederum positiven Einfluss auf Durchblutung, Hormonproduktion und das vegetative Nervensystem.

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Zittern bis zuletzt
Hamilton startet auch in Austin aus der Pole
Motorsport
Erst Tor, dann out
Arm gebrochen! Messi fällt für den „Claisco“ aus
Fußball International
Spanier wundern sich
„Scheißdreck“-Sager: Bernat-Berater kontern Hoeneß
Fußball International
Deutsche Bundesliga
Bremen nach 2:0 auf Schalke vorerst Zweiter
Fußball International
Nur 1:1 gegen Genoa
Ronaldo trifft - Juve strauchelt trotzdem erstmals
Fußball International
Mbappe trifft
PSG-Wahnsinn! Zehnter Sieg im zehnten Ligaspiel
Fußball International
Nach Skandal-PK
„Super Zeichen“ - Kimmich verteidigt Bayern-Bosse!
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.