Für die Vergleichstests hatte der TÜV ein Testszenario entwickelt, das gängige Nutzungsvorgänge im Internet abbildet. "Unser Ziel war es, möglichst praxisnah vergleichbare und jederzeit reproduzierbare Ergebnisse zu erhalten." Das Testszenario umfasste drei Anwendungen auf identischen Notebooks und Desktop-PCs: den Abruf von herkömmlichen HTML5-Seiten, die Navigation zu einer Auswahl der 18 beliebtesten Websites in Deutschland sowie das Abspielen eines Videos.
Während der pro Anwendung jeweils fünf Minuten dauernden Tests maßen die Fachleute den Energieverbrauch, wobei sie zur Messung der elektrischen Leistungsaufnahme laut Eigenangaben auf einen hochpräzisen Leistungsanalysator zurückgriffen, "um ein Ergebnis mit höchstmöglicher Genauigkeit zu gewährleisten".
IE 10 am energiesparendsten
Resultat: In allen getesteten Szenarien war der Energieverbrauch des Internet Explorer 10 laut TÜV am geringsten. Während Googles Chrome-Browser in der Version 22 und Mozillas Firefox 16 im Schnitt 7,4 Watt verbrauchten, lag der durchschnittliche Energiebedarf beim IE 10 über alle Szenarien hinweg bei lediglich 5,3 Watt.
TÜV für Verbrauchsangaben bei Software
"Das Ergebnis ist ein weiterer Beleg für den großen Einfluss der Software auf den Energieverbrauch in der täglichen Nutzung unseres Computers", so Alfred Richter, Fachmann für Energieeffizienz vom TÜV Rheinland. Nach Ansicht des Experten wäre es für Verbraucher wünschenswert, wenn bei Software – ähnlich wie bereits bei anderen Produkten – Verbrauchsangaben ausgewiesen werden müssten.
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