Die Information, dass die Domain durch die Regierung in Gabun gesperrt wurde, verbreitete Dotcom über seinen Twitter-Account. Mittlerweile hat sich auch Gabuns Kommunikationsminister Blaise Louembe zu Wort gemeldet. Man wolle mit der Sperrung der Domain deutlich machen, dass sich Gabun "nicht zur Plattform für die Verletzung von Urheberrechten durch skrupellose Menschen" machen lasse, sagt er der Nachrichtenagentur AFP.
Dotcom: "Macht euch keine Sorgen"
Kim Dotcom selbst sieht den Rückschlag gelassen: "Macht euch keine Sorgen, wir haben eine alternative Domainadresse. Das zeigt einfach nur die Arglist der Hexenjagd, die die US-Regierung betreibt", schreibt er auf Twitter. Er vermutet, die Vereinigten Staaten und der Medienkonzern Vivendi hätten Gabun zu diesem Schritt genötigt. Die Seite, die bis vor kurzem noch auf me.ga zu sehen war, ist über Dotcoms eigene Domain kim.com weiterhin erreichbar.
Starten soll der neue Dienst Anfang 2013, ein Jahr nach der Hausdurchsuchung der Villa von Kim Dotcom. Der neue Dienst soll durch die redundante Speicherung der Daten auf zahlreichen Servern auf der ganzen Welt sicherer als der Vorgänger werden, dessen Server in den USA standen. Auch einen Verschlüsselungsmechanismus will Dotcom in "Mega" einbauen.
In den USA drohen zwanzig Jahre Haft
Obwohl Kim Dotcom mittlerweile wieder auf Kaution frei ist und Neuseeland zwischenzeitlich eingestanden hat, dass die Hausdurchsuchung bei ihm rechtswidrig (siehe Infobox) gewesen sei, läuft in den USA nach wie vor ein Verfahren gegen den gebürtigen Deutschen. Ihm wird dort Beihilfe zu Urheberrechtsverletzungen vorgeworfen. Würde er an die USA ausgeliefert - was immer unwahrscheinlicher erscheint - und verurteilt, drohen ihm bis zu zwanzig Jahre Haft.
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