Di, 25. September 2018

"Vergiftete" Links

10.10.2012 09:56

Bing-Suche mit Abstand am gefährlichsten

Sogenannte "vergiftete" Links stellen im Internet eine große Gefahr dar: Der Nutzer vertraut den Ergebnissen einer Suchmaschine, klickt auf einen der angegebenen Textlinks oder ein Foto - und wird zu einer Malware-Website weitergeleitet. Der Sicherheitsanbieter Sophos hat diese Praxis nun untersucht und festgestellt, dass Microsofts Suchmaschine Bing mit Abstand die gefährlichsten Ergebnisse liefert.

Sicherheitssoftware von Sophos (wie auch manch anderer Hersteller) verhindert die Weiterleitung auf eine "vergiftete" Website, zeichnet aber jeden Versuch auf. Diese Zahlen seien bei der Untersuchung, welche Suchmaschinen besonders oft auf gefährliche Internetseiten verweisen, verwendet worden, erklärt Sophos im hauseigenen Blog "Naked Security".

65 Prozent der "vergifteten" Links bei Bing
Sehe man sich das Ergebnis der letzten Wochen an, sei Bing eindeutig am gefährlichsten, urteilt Sophos: 65 Prozent der unerwünschten Weiterleitungsversuche seien über die Microsoft-Suchmaschine vorgenommen worden. Google kommt auf 30 Prozent, andere Suchmaschinen machen fünf Prozent aus.

Dabei sei bei diesen Zahlen nicht einberechnet, wie oft welche Suchmaschine genutzt worden sei, so Sophos. Da Google laut "StatCounter" weltweit derzeit bei einem Marktanteil von 91 Prozent, Bing dagegen nur bei 3,16 Prozent liegt, dürfte das Problem von Microsofts Suchmaschine in Wahrheit noch wesentlich gravierender sein, als die 65 vs. 30 Prozent offenbaren.

Bildersuche am gefährlichsten
Die Daten blockierter Websites verraten laut Sophos überdies, dass die Suche nach Bildern am riskantesten ist: 92 Prozent der versuchten Weiterleitungen seien auf Bilder, nur acht Prozent auf Textlinks. Aus diesem Ergebnis sei klar ersichtlich, so Sophos, dass Suchmaschinenanbieter Textresultate wesentlich besser filtern könnten als andere.

Für Nutzer seien "vergiftete" Bilder unglücklicherweise nur sehr schwer zu erkennen. Man müsse sich auf die Suchmaschinenbetreiber verlassen und Suchergebnisse vor dem Klicken unter die Lupe nehmen. Der effektivste Schutz sei ein entsprechend fähige Sicherheitssoftware.

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