"Das war meine Frau, aber weil die Verbindung auf meinen Namen läuft, bin ich verantwortlich", erklärte der Mann am Donnerstag der französischen Nachrichtenagentur AFP. Er selbst kenne sich im Internet kaum aus.
Das sogenannte Hadopi-Gesetz erlaubt Richtern, illegales Herunterladen von Filmen, Musik oder Software nach zweimaliger Verwarnung mit einer Internetsperre zu bestrafen. Zudem sind Geldstrafen von bis zu 1.500 Euro möglich.
Ein jüngst veröffentliche Studie kam zu dem Ergebnis, dass die Zahl der Besucher einschlägiger Internetseiten seit Inkrafttreten des Gesetzes um 35 Prozent zurückgegangen ist. Mehr als eine Million Internetnutzer erhielten seitdem eine Verwarnung, rund 100.000 eine zweite.
Kritiker des Gesetzes sehen die Verfolgung der Raubkopierer als einen Eingriff in die Informationsfreiheit und befürchten eine dauerhafte Überwachung der Internetnutzer. Andere monieren, dass nur der Datenaustausch zwischen zwei Computern berücksichtigt werde, obwohl die Bedeutung des sogenannten Peer-to-Peer-Verfahrens stark abgenommen habe.
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