Die Bedrohungslage in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Untersuchung zufolge nicht derart dramatisch. Der deutschsprachige Raum gehöre zur mittleren Risikogruppe, bei der im ersten Halbjahr zwischen 21 und 40 Prozent der Computer angegriffen wurden, wie der Sicherheitsanbieter am Donnerstag mitteilte.
Allerdings sei vor allem Deutschland bei den Cyberkriminellen beliebt, wenn es darum gehe, Web-Schädlinge auf Servern zu platzieren. 11,11 Prozent der Schadprogramme werden auf Servern unserer nördlichen Nachbarn gehostet. Lediglich die USA (28,50 Prozent) und die Niederlande (14,75 Prozent) beherbergen mehr Malware auf ihren Servern.
Besonders abgesehen haben es die Cyberkriminellen in Ländern mit hoher Internetnutzungsdichte auf Finanzinformationen: "Länder mit einer hohen Internetversorgung und viel genutzten Online-Banking-Diensten ziehen Cyberkriminelle an. Denn dort können sie ihre immer raffinierteren Technologien einsetzen", so Yuri Namestnikov, Senior Malware Analyst bei Kaspersky Lab.
Ein gutes Beispiel für solche komplexen Attacken sei die Schädlingsfamilie Zitmo: „Zitmo arbeitet mit dem ZeuS-Trojaner zusammen und attackiert Smartphones, wenn Geld via Online-Banking transferiert wird. Die TAN-Nummer wird dann umgehend zu den Cyberkriminellen geschickt, das Zweiwege-Authentifizierungssystem der Banken ausgehebelt."
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