Am Montag und Dienstag habe man Grum-Server in den Niederlanden und Panama mithilfe lokaler Behörden unschädlich gemacht, beschreibt Atif Mushtaq vom FireEye Malware Intelligence Lab in einem Blogeintrag.
Doch die Hoffnung, Grum damit bereits den Todesstoß versetzt zu haben, stellte sich als falsch heraus - plötzlich seien sechs neue Grum-Server in der Ukraine quasi aus dem Boden geschossen. "Ich muss zugeben, für einen Moment war ich perplex", so Mushtaq. Erst die Zusammenarbeit mit ukrainischen und russischen - wo der letzte verbliebene Server stand - Behörden habe Grum am Mittwoch endgültig den Garaus gemacht.
Keine ruhigen Häfen mehr für Hacker
Die Aktion beweise, dass Botnetze auch in Ländern wie Panama, der Ukraine und Russland - vergleichsweise sichere Häfen für Hacker aller Art - abgeschaltet werden können, wenn man mit den richtigen Behörden zusammenarbeite, zeigt sich FireEye zufrieden.
120.000 PCs vom Zombie-Dasein befreit
Und das Resultat kann sich sehen lassen: Rund 120.000 PCs hätten die Grum-Hacker - vermutlich ohne Wissen der Besitzer - in Geiselhaft gehalten und durch Malware in "Zombie-PCs" verwandelt, beschreibt Mushtaq. Nach der Abschaltung von Grum liege die Zahl bei nur noch 21.505, man hoffe aber, auch diese Computer von den Hackern zu befreien.
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