Hohe Dunkelziffer
Ebola im Kongo: Bereits 1521 Todesopfer seit April
Die Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo breitet sich rasant aus. 1521 Menschen sind seit Ende April an dem Virus gestorben.
Die Zahl der im Labor bestätigten Infektionen stieg auf 3442 an.
Den Behördenangaben zufolge liegt die Todesrate derzeit bei 44 Prozent – das bedeutet, fast die Hälfte aller nachgewiesenen Ansteckungen endete tödlich.
Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer an Infektionen aus, die bisher nicht erkannt oder nicht gemeldet wurden. Experten vermuten, dass sich das Virus monatelang vor dem Nachweis des Ausbruchs Mitte Mai ausbreitete.
Am schnellsten wachsender Ausbruch aller Zeiten
Die Infektionszahlen steigen so schnell wie noch nie zuvor bei einem Ebola-Ausbruch an. „Dies ist der am schnellsten wachsende Ebola-Ausbruch aller Zeiten“, sagte der stellvertretende Leiter des Welternährungsprogramms WFP, Carl Skau.
„In Westafrika dauerte es acht Monate, bis 1000 Menschen starben.“ In den Jahren 2014 und 2015 waren bei einer Ebola-Epidemie in Westafrika mehr als 11.000 Menschen gestorben. Beim zweitschwersten erfassten Ausbruch von 2018 bis 2020 im Ostkongo starben rund 2300 Menschen.









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