Die Stadt Linz plant Strafen für falsch abgestellte E-Scooter. Ab dem Frühling werde es Sanktionen geben, kündigte Verkehrsreferent und Vizebürgermeister Martin Hajart (ÖVP) am Mittwoch an. Je nachdem, wie verkehrsbehindernd das Gefährt herumsteht oder -liegt, soll der Scooter demnach entweder abgeschleppt werden oder es wird eine Geldstrafe vorgeschrieben.
Bei deren Höhe will sich Hajart an Wien orientieren, dort beträgt sie 25 Euro. Die Strafen müssen zunächst die Betreiber zahlen, sie können diese aber an ihre Kunden weiterverrechnen.
In Linz stellen derzeit drei Anbieter insgesamt 780 E-Scooter zur Verfügung. Nachdem es immer wieder zu Problemen auf Gehwegen etc. kam, wurde zunächst mit den Betreibern vereinbart, dass 109 fixe Abstellzonen geschaffen werden. Stellt man den Scooter nicht dort ab, lässt sich die Miete nicht beenden.
„Roller-Gipfel“ geplant
„Diese Maßnahme hat die Situation in Linz aber nur bedingt entschärft, weil die Ortung der Scooter in den markierten Abstellflächen nicht so exakt funktioniert, wie ursprünglich von den Betreibern behauptet“, so Hajart. Er hat für Mitte Februar einen „Roller-Gipfel“ mit den Betreiberfirmen geplant. Danach sollen die Strafen kommen.
In Wien gibt es seit dem Frühling des Vorjahres eine derartige Regelung. Von Mitte Mai bis Ende Oktober wurden mehr als 17.000 Bußen verhängt. Allerdings konnten die Betreiber offenbar nur einen geringen Teil an die User weiterreichen.
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