Apple greift seit dem iPhone-Start 2007 auf die Google-Karten zurück. Damals sahen sich die Unternehmen noch als Partner, doch mit der Entwicklung von Android wurde das Verhältnis zunehmend schlechter. Apple-Gründer Steve Jobs sah in dem auf Linux beruhenden Handy-Betriebssystem von Google eine Nachahmung der eigenen iPhone-Plattform iOS. Der damalige Google-Chef Eric Schmidt musste schließlich den Apple-Verwaltungsrat verlassen.
Das Blog "9to5Mac" hatte bereits Anfang Mai berichtet, Apple wolle bei Karten auf eine eigene Technologie umsteigen. Dazu gehörten auch detailreiche 3D-Stadtansichten, die von dem dazugekauften Unternehmen C3 Technologies erstellt würden. Die Firma ist unter anderem auf Raketen-Zieltechnik spezialisiert.
Für Google könnte das Ausscheren von Apple auf Dauer einige Umsatzeinbußen bedeuten, schrieb das "Wall Street Journal". Der Internetkonzern lud für Mittwoch zu einer Präsentation in San Francisco ein, bei der es um "eine neue Dimension" der Google-Karten gehen solle.
Googles lange unangefochtenes Kartenangebot ist durch Konkurrenten wie das freie Projekt Open Street Map zuletzt zunehmend unter Druck geraten. So stieg etwa die Website Foursquare, bei der Mitglieder Freunden ihren Standort anzeigen können, von Google Maps auf Open Street Map um. Als Grund wurden die Kosten genannt.
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