Wer Yahoo verwendet, muss sich trotz der Studie keine Gedanken über die Sicherheit seines Passworts machen, denn Joseph Bonneau von der Universität Cambridge hatte keinen Zugriff auf die Zugangscodes in Klartext.
Stattdessen analysierte Bonneau den Hash-Wert der Passwörter, dabei werden die Daten in Hash- bzw. Streuwertfunktionen umgewandelt. Herausgekommen ist dabei nicht nur, dass Nutzer zu unsichere Passwörter wählen. Sie seien geradezu "apathisch", beschreibt Bonneau. Selbst der Versuch, Nutzer zu komplizierteren Codes zu bewegen, habe kaum einen Unterschied gemacht.
Deutschsprachige Nutzer setzen auf Sicherheit
Gerade Junge, die mit Computern und dem Internet aufgewachsen sind, scheinen sich der Gefahren nicht bewusst zu sein. Nutzer über 55 wählen laut Studie fast doppelt so sichere Passwörter wie User unter 25. Auch zwischen einzelnen Ländern gibt es große Unterschiede. Indonesischsprachige User setzten laut Studie die schwächsten, deutsch- und koreanischsprachige Nutzer die stärkesten Passwörter ein. Zudem steige die Komplexität von Zugangscodes an, wenn man diese öfter wechsle. Wer aber sein Passwort ändern müsse, weil der Zugang von Hackern geknackt worden war, wähle meist keinen sichereren Code, so Bonneau.
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