Fr, 20. Juli 2018

In Internetcafé

05.04.2012 10:48

Südkorea: Mutter tötet aus Spielsucht Neugeborenes

Beim Computerspielen in einem Internetcafé soll eine Südkoreanerin ein Kind geboren und es dann getötet haben. Die 26-Jährige habe ihr Baby auf der Toilette des Cafés in Seoul zur Welt gebracht, es in ein Plastiksackerl gesteckt, dieses verschlossen und dann weggeworfen, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Demnach spielte die Frau bis unmittelbar vor der Geburt Computer: "Sie wusste nicht einmal, dass ihre Fruchtblase geplatzt war."

Der Vorfall ereignete sich laut Polizei vor knapp zwei Wochen. Die Frau liegt derzeit unter Polizeiaufsicht in einem Krankenhaus, ihr soll nun der Prozess wegen Kindsmordes gemacht werden. Sie soll fast täglich in Internetcafés Onlinespiele gespielt haben.

Immer wieder gibt es in Südkorea Todesfälle, die mit Internet-Spielsucht im Zusammenhang stehen. 2010 tötete eine Mutter ihren dreijährigen Sohn, weil sie sich von ihm beim Onlinespielen gestört fühlte. Im selben Jahr tötete ein 15-Jähriger seine Mutter im Streit über sein exzessives Computerspielen und nahm sich anschließend das Leben. Ein 41-Jähriger wurde ebenfalls 2010 zu zwei Jahren Haft verurteilt, weil er und seine Frau ihr drei Monate altes Baby zu Hause verhungern ließen, während sie in einem Internetcafé waren. Offiziellen Angaben zufolge gibt es in Südkorea zwei Millionen Internetsüchtige.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.