Schädliche Anhänge

Kaspersky: Spam wird seltener, aber umso gefährlicher

Web
21.03.2012 11:00
Durch die Abschaltung großer Botnetze ist das Spam-Aufkommen 2011 stark gesunken. Die Bedrohung ist jedoch nicht gebannt: Zwar gehe die Masse an versendeten Spam-Mails zurück, der Anteil jener mit schädlichen Anhängen oder Links steige aber, warnte der Sicherheitsanbieter Kaspersky am Mittwoch in einer Aussendung.

Der verbissen geführte Kampf gegen Botnetze sei in jüngster Zeit durchaus erfolgreich verlaufen. Die Folge: Der Anteil der Spam-Nachrichten im gesamten E-Mail-Traffic ist nach Angaben von Kaspersky auf rund 80 Prozent zurückgegangen. Dennoch würden Spam-Mails ständig gefährlicher. Immer mehr E-Mails enthielten schädliche Dateianhänge oder Links. 2011 gab es diesbezüglich ein Plus von 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Um ihre potenziellen Opfer dazu zu kriegen, den Dateianhang zu öffnen oder auf den angehängten Link zu klicken, setzten die Spammer im vergangenen Jahr auf bekannte Maschen wie die Tarnung als seriöse Quelle, etwa eine offizielle Benachrichtigung von der Bank oder auf Sensationsmeldungen wie Bilder oder Videos vom Tod eines Prominenten.

Auch das Thema Phishing sollte man laut Kaspersky noch nicht abhaken: Zwar sei auch der Anteil von Phishing-Mails im vergangenen Jahr stark zurückgegangen, nämlich um das 15-fache auf nur noch 0,02 Prozent des gesamten E-Mail-Aufkommens, doch statt Massen-Mails zu versenden, konzentrierten sich professionelle Phishing-Angreifer inzwischen auf kleine ausgewählte Gruppen. 

Dieses sogenannte Spear-Phishing verfolgt laut Kaspersky zwar die gleichen Ziele wie normales Phishing, wird aber in der Regel viel professioneller durchgeführt. Beispielsweise ahmen die Angreifer Registrierungsformulare oder Webauftritte originalgetreu nach oder verwenden sogar den korrekten Namen ihrer Opfer als Anrede.

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