Tierschützer in Wales klagen immer stärker über Touristen, die auf der Jagd nach Selfies mit wild lebenden Ponys die Tiere gefährden. Ein neugeborenes Fohlen sei in Panik geraten und von einer Klippe in den Tod gestürzt, als Schaulustige das Tier und seine Mutter immer näher an den Rand des Felsens gedrängt hätten, zitierte die BBC am Mittwoch den Landwirt Nicky Beynon, der die Ponys überwacht.
Egoistisches Verhalten habe zu einer vermeidbaren Tragödie geführt, kritisierte die Vereinigung Countryside Alliance. Selfies seien nicht wichtiger als der Respekt vor dem Freiraum eines Tieres, sagte Mo Metcalf-Fisher von der Organisation am Mittwoch der britischen Nachrichtenagentur PA. „Die Natur ist kein Vergnügungspark, es ist für viele ein Vollzeitarbeitsplatz und ein Zuhause für Mensch und Tier.“ Die Verhaltensvorschriften müssten angepasst werden.
Wilde Ponys leben seit langem schon auf den Klippen der Halbinsel Gower nahe der walisischen Stadt Swansea. Die Tiere sind ein beliebtes Fotomotiv. Zuletzt aber nahmen Vorfälle zu.
Zoom statt Selfie
„Fast jeden Tag sehen wir auf der Fahrt zu und von unserer Hütte, wie Menschen versuchen, die Pferde zu streicheln oder Selfies mit ihnen zu machen“, kritisierte die National Coastwatch Institution vor einigen Tagen. Die Organisation forderte Amateurfotografen auf, für Nahaufnahmen die Zoomfunktion ihrer Kameras und Smartphones zu nutzen, um die Tiere nicht zu erschrecken.
Landwirt Beynon sagte, allein im vergangenen Jahr seien drei Ponys bei Kollisionen mit Autos getötet worden. National Coastwatch Institution teilte mit, jüngst habe eine junge Frau ärztlich versorgt werden müssen, die von einem Pony getreten worden sei.








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