Schon am Montagvormittag war die Hektik enorm - Dutzende Presseanfragen aus aller Welt, dann auch noch der Druck, der von 800 Millionen Nutzern weltweit auf einem lastet. Max Schrems und der Jurist gingen nervös zu dem Geheimtreffen am Nachmittag und sperrten sich für viele Stunden in einem Konferenzraum ein. Gemeinsam mit Facebook-Manager Richard Allan und einer weiblichen Konzerngröße ging es ans Verhandeln. Der Einsatz: die Zukunft von Facebook.
"Rücken von Forderungen nicht ab"
"Wir hoffen zwar, ein paar mehr Informationen zu bekommen, aber aus demokratischer Sicht ist es absurd, dass ein paar Studenten nun stellvertretend für alle anderen Nutzer mit einem Multi verhandeln sollen", hatte Schrems schon im Vorfeld erklärt. "Das ist so, als ob ein Kunde mit einem Supermarkt über Lebensmittelsicherheit verhandelt." Aber schon eine Woche vor dem Treffen ließ sich der Student nicht unterkriegen: "Wir werden nicht von unseren Forderungen abrücken."
Zwei Wiener gegen die Bosse der Facebook-Welt: Grund dafür ist der laxe Datenschutz des Konzerns. Schrems und seine Gruppe konnten schon einen Teilerfolg für sich verbuchen. Ihre Anzeigen sorgten für einen regelrechten Änderungs-Tsunami bei den Bestimmungen, der Facebook viel Geld gekostet hat. Die Ergebnisse des Geheimtreffens werden von der Gruppe am Dienstag kommuniziert.
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