Die US-Justiz geht gegen diverse russische Hintermänner des kriminellen Computernetzes „Trickbot“ vor. In den US-Bundesstaaten Ohio, Tennessee und Kalifornien seien Anklagen gegen mehrere mutmaßliche russische Cyberkriminelle erhoben worden, teilte das US-Justizministerium am Donnerstag in Washington mit. Ihnen werde vorgeworfen, an den Machenschaften rund um die Schadsoftware-Tools „Trickbot“ beteiligt gewesen zu sein.
Diese seien darauf ausgelegt gewesen, Geld zu stehlen und die Installation von Erpressungssoftware zu ermöglichen. Krankenhäuser, Schulen und Unternehmen - auch in verschiedenen Teilen der USA - hätten zu den Opfern gehört, die Verluste in Millionenhöhe erlitten hätten.
US-Justizminister Merrick Garland mahnte, das Vorgehen solle „Cyberkriminellen, die es auf die kritische Infrastruktur Amerikas abgesehen haben, als Warnung dienen, dass sie sich nicht vor dem Justizministerium der Vereinigten Staaten verstecken können“.
Microsoft und Vertreter der IT-Sicherheitsindustrie hatten 2020 in einer Gemeinschaftsaktion das technische Rückgrat des Computernetzes „Trickbot“ zerstört, das in den Jahren zuvor demnach weltweit über eine Million Computer infiziert hatte. Über das Netzwerk wurden vor allem Erpressungstrojaner verbreitet, die die Festplatten der Opfer verschlüsseln und zur Freigabe der Daten ein Lösegeld verlangen.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.