Die neurologische Erkrankung Multiple Sklerose (MS) wird so gut wie immer von Fatigue, einer massiven Müdigkeit, begleitet. Diese beschreiben die meisten Patienten als das belastendste Symptom. Forscher fanden nun eine recht simple Lösung für das Problem.
Fatigue stellt eine starke Ausprägung von Müdigkeit und Ermüdbarkeit dar, die bei bis zu 99 Prozent der MS-Patienten auftritt und das Leben stark beeinträchtigt. Ursache dafür dürfte die durch MS ausgelöste Nervenschädigung sein.
Besserung nach zwei Wochen
In einer aktuellen wissenschaftlichen Untersuchung förderte nun eine Forschungsgruppe der Universitätsklinik für Neurologie von MedUni und AKH Wien die Lichttherapie als vielversprechende nicht-medikamentöse Behandlungsoption zu Tage: Schon nach 14 Tagen Anwendung trat bei den Studienteilnehmern eine messbare Besserung ein.
Die Teilnehmer, die täglich eine halbe Stunde eine 10.000 Lux-Tageslichtlampe benützten, wiesen nach dieser kurzen Zeitspanne bereits eine verbesserte körperliche und geistige Leistungsfähigkeit auf.
„Die Erkenntnisse aus unserer Studie stellen einen vielversprechenden nicht-medikamentösen Therapie-Ansatz dar“, bekräftigt Leiter Assoc.-Prof. PD Dr. Stefan Seidel. Weitere, umfangreichere Untersuchungen müssen aber noch folgen.
Multiple Sklerose (MS) stellt eine chronisch entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems dar - das gesamte Gehirn und Rückenmark können beteiligt sein. Meist treten die ersten Symptome im Alter von 20 bis 40 Jahren auf, manchmal auch schon bei Kindern und Jugendlichen. In Österreich sind bis zu 14.000 Menschen betroffen, Frauen dreimal so häufig wie Männer.
Zur Linderung der Fatigue stehen ansonsten Medikamente zur Verfügung, die aber teils massive Nebenwirkungen haben. Weiters werden regelmäßige Ruhepausen für Patienten empfohlen.
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