Nach sechs Verhandlungsrunden gibt es einen KV-Abschluss für die rund 10.000 Beschäftigten bei der teilstaatlichen, börsennotierten A1 Telekom. Damit wurde ein angedrohter Streik für den morgigen 8. Dezember abgewendet.
Laut Einigung erhält jeder in Vollzeit für die ersten drei Quartale des Jahres pro Person 2750 Euro netto, jeweils zu einem Drittel mit Quartalsanfang ausbezahlt. Ab Oktober gilt dann eine 7,3-prozentige Gehaltserhöhung für alle.
Auf Basis dieser KV-Erhöhung soll dann auch wieder der KV für das Jahr 2024 verhandelt werden, sagte Telekom-Austria-Betriebsratschef Werner Luksch. Damit sei die Nachhaltigkeit der Einigung sichergestellt. Die Einmalzahlung führe wiederum dazu, dass vor allem untere Gehaltsklassen um bis zu knapp 14 Prozent mehr Geld erhalten. Im Schnitt bedeute das ein Plus von netto 9,2 Prozent. Durch die Auszahlung zu Quartalsbeginn fließe das Geld auch rascher als bei einer üblichen Gehaltserhöhung.
200 Euro mehr für Lehrlinge
Die Lehrlingseinkommen werden linear um 200 Euro brutto erhöht. Das entspreche einer Erhöhung im ersten Lehrjahr von knapp 24 Prozent, im vierten Lehrjahr von knapp 12 Prozent. Zusätzlich erhalten die Lehrlinge im Rahmen einer Führerscheinausbildung einen zusätzlichen Urlaubstag für eine Perfektionsfahrt. Bis zu 60 Lehrlinge sollen aufgenommen werden. Leiharbeiter, die länger als 12 Jahre bei der A1 sind, sollen übernommen werden.
Für die etwa 5000 Beschäftigten der Telekom-Anbieter (außer A1 Telekom) findet heute eine weitere Verhandlungsrunde statt. Aktuell gibt es keinen einheitlichen Kollektivvertrag für die Telekom-Branche.
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