Ihr Ziel war die Stadtkassa im Linzer Rathaus. Mit erheblicher Gewalt bahnten sich mehrere Einbrecher den Weg ins Gebäude und durchsuchten die Räumlichkeiten. Doch ein ganz entscheidender Moment machte den mutmaßlichen Coup zunichte.
Ein nächtlicher Einbruchsversuch auf die Stadtkassa ist in der Nacht auf Montag ohne Beute geblieben. Mehrere bislang unbekannte Täter verschafften sich kurz nach Mitternacht über die Freiflächen des Neuen Rathauses Zutritt zum Gebäude und gingen dabei mit erheblicher Gewalt vor.
Täter hebelten Fenster auf
Zunächst rissen die Einbrecher mehrere Lamellen der heruntergelassenen Außenjalousien heraus, ehe sie das dahinterliegende Fenster aufhebelten und in die Räumlichkeiten der Stadtkassa gelangten. Dort durchsuchten sie Schränke und Laden auf der Suche nach Wertgegenständen oder Bargeld.
Einbrecher lösten Alarm aus
Weit kamen die Täter allerdings nicht. Bereits beim Eindringen lösten sie die Alarmanlage aus. Die Polizei war nur wenige Minuten später vor Ort. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Einbrecher das Gebäude bereits verlassen – und zwar mit leeren Händen.
„Technische Einrichtungen haben sich bewährt“
„Das rasche Eingreifen der Polizei und das Zusammenspiel unserer Sicherheitsvorkehrungen haben den Schaden verhindert. Unsere technischen Einrichtungen und internen Regelungen zur Bargeldverwahrung haben sich bewährt – genau dafür sind sie da“, sagt SP-Finanzstadtrat Thomas Gegenhuber. Der entstandene Sachschaden beschränkte sich auf die beschädigten Jalousien und das aufgehebelte Fenster. Von den Tätern fehlt bislang jede Spur. Die Ermittlungen der Polizei laufen auf Hochtouren.
Hand aufs Herz: Wer wusste überhaupt, dass es in Linz eine Stadtkassa gibt? Ich jedenfalls nicht. Klingt irgendwie nach einem Relikt aus Zeiten, als man Gebühren noch bar am Schalter bezahlte und irgendwo im Keller ein Tresor stand. Umso erstaunlicher, dass ausgerechnet dieses Ziel einen nächtlichen Einbruch wert war.
Man stellt sich unweigerlich eine Mischung aus „Ocean‘s Eleven“ und „Haus des Geldes“ vor: monatelange Planung, ausgeklügelte Fluchtwege, perfekt abgestimmte Rollen. Und am Ende? Alarm ausgelöst, keine Beute. Vielleicht war der größte Fehler der Einbrecher gar nicht der ausgelöste Alarm – sondern, dass sie sich vor dem Coup nicht mit dem Budget beschäftigt haben. Dann hätten sie gewusst: In Linz gilt aktuell eher einzahlen als ausräumen.
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