Seit ihrer Gründung sieht sich die Tiroler Soziale Dienste GmbH (TSD) mit teils massiver Kritik konfrontiert. Mit Klaus Egger hat ein Ex-Militär an der Spitze des Aufsichtsrates Platz genommen. Die „Tiroler Krone“ traf den Neuen zu einem Interview.
Klaus Egger, Generalmajor in Ruhe, war der Kommandant zahlreicher Friedenseinsätze. Als Aufsichtsratsvorsitzender will er die TSD nach Turbulenzen in sanftere Gewässer steuern.
„Krone“: Die TSD kämpft seit Jahren mit finanziellen Problemen, internen Konflikten und Vertrauensverlust. Wie groß ist der Reformbedarf tatsächlich?
Klaus Egger: Der Reformbedarf ist wirklich groß. Man darf da ja nicht den Fehler machen und das wegleugnen im Tagesgeschehen. Neben den Krisen von außen – Corona und so weiter – sind auch Konflikte im Inneren entstanden. Gleichzeitig muss ich betonen, dass ich mir im Zuge meiner Tätigkeit schon viel angesehen habe. Was ich beobachtet habe, sind sehr viele Leute, die mit voller Intensität und Freude arbeiten, weil die Grundidee der TSD ist eine sehr gute. Es geht um die Arbeit an der sozialen Welt und an jenen, die hilfsbedürftig sind. Trotzdem ist sehr viel zu tun, das Hauptaugenmerk muss nun sein, die Arbeit der TSD in den Mittelpunkt zu stellen.
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