15 Monate

Fake News verbreitet: Polizist muss in Haft

Web
09.11.2022 08:55

Ein spanischer Polizist ist wegen der Verbreitung falscher Anschuldigungen auf Twitter zu 15 Monaten Haft verurteilt worden. Der Angeklagte hatte 2019 ein Video hochgeladen, auf dem ein Mann zu sehen ist, der eine bewusstlose Frau brutal attackiert und versucht, ihr die Kleider auszuziehen. 

Obwohl sich die Tat in China ereignet hatte, behauptete der Polizist, das Video zeige die Vergewaltigung einer Frau in der Küstenstadt Canet de Mar durch einen minderjährigen Flüchtling. In seinem Tweet, der fast 22.000 Mal aufgerufen wurde, gab der Polizist außerdem an, dass die etablierten Medien die Vergewaltigung vertuschen würden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft veröffentlichte der Beamte zudem zahlreiche weitere rassistische und fremdenfeindliche Botschaften in Online-Netzwerken.

Die Anklage forderte in dem Prozess in Barcelona eine zweijährige Haftstrafe für den Polizisten. Dieser legte kurz vor der Verhandlung aber ein Geständnis ab, sodass er im Gegenzug zu einer kürzeren Haftstrafe verurteilt wurde. Er muss zudem eine Geldstrafe in Höhe von 1620 Euro zahlen. Es handelt sich um eine der ersten Verurteilungen wegen der Verbreitung von Falschinformationen in Spanien.

Gefängnisstrafen von weniger als zwei Jahren werden in Spanien in der Regel zur Bewährung ausgesetzt werden, wenn keine Vorstrafen vorliegen. Die Polizei leitete ein Disziplinarverfahren gegen den Mann ein.

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