Keine Hausregeln

TV, Internet, Handy, Musik bei den Hausaufgaben

Leben
11.03.2005 15:26
Erschreckend: Fast ein Drittel aller Schüler in den USA sieht bei den Hausaufgaben nebenbei Fernsehen, surft im Internet oder telefoniert. In einer am Donnerstag veröffentlichten Studie der "Henry J. Kaiser Familienstiftung" in Washington über die Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen zwischen 8 und 18 Jahren wird für 2004 insgesamt ein wachsender Medienkonsum festgestellt.

Vor allem nahm die gleichzeitige Nutzung verschiedener Medien zu! Durchschnittlich nutzen der Untersuchung zufolge Kinder und Jugendliche 6,5 Stunden täglich Medien - das war fünf Jahre zuvor nicht viel weniger. Da die Kinder oft gleichzeitig Fernsehen schauen, SMS-Mitteilungen schreiben oder im Web surfen, bedeute dies aufgerechnet inzwischen insgesamt 8,5 Stunden Medienkonsum. Die Zahl der Kinder, die dieses "Multitasking" betreibt, sei von 16 Prozent im Jahr 1999 auf nunmehr 26 Prozent gestiegen.

Insgesamt hat die Mediennutzung der untersuchten Zielgruppe im Vergleich zu 1999 um etwa eine Stunde zugenommen. Dabei gab es die größte Steigerung bei Video-Spielen (von 26 auf 49 Minuten) und Computernutzung (von 27 auf 62 Minuten). Dabei wurde der Gebrauch des Computers für Schulaufgaben nicht berücksichtigt.

TV immer noch Medium Nummer 1
68 Prozent aller Kinder haben der Untersuchung zufolge einen Fernseher im Zimmer, 54 Prozent einen Video- oder DVD-Recorder. Bei 63 Prozent der Familien laufe während der gemeinsamen Essen der Fernseher, heißt es.

Täglich verbringen Kinder und Jugendliche im Durchschnitt fast vier Stunden vor dem Fernseher, 105 Minuten hören sie Musik. Dabei habe die TV-Zeit über die Jahre leicht abgenommen. Die Dauer des Musikkonsums sei hingegen etwas gestiegen.

Keine fixen Regeln
Die New Yorker Senatorin Hillary Rodham Clinton forderte von den Eltern, die Mediennutzung ihrer Kinder zu überwachen. Die meisten Eltern haben der Studie zufolge keine Regeln für die Mediennutzung. Nur 20 Prozent der Kinder müssten klare Vorgaben der Eltern beachten.

Für die Studie "Generation M:.Medien im Leben von Kindern" hat die Stiftung mehr als 2000 Kinder und Jugendliche befragt, beziehungsweise Medientagebücher führen lassen.

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