Do, 20. September 2018

"Muss verschwinden"

01.08.2011 10:41

Facebook will Anonymität aus Internet verbannen

Randi Zuckerberg, Schwester von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg und zugleich Marketingchefin des größten sozialen Netzwerks, hat bei einer Podiumsdiskussion in den USA für eine Abschaffung der Anonymität im Internet plädiert. Damit, so die 29-Jährige, könnte dem Mobbing im Internet Einhalt geboten werden.

"Ich denke, die Anonymität muss aus dem Internet verschwinden", sagte Zuckerberg im Rahmen einer Podiumsdiskussion der "Marie Claire" zum Thema Soziale Medien. "Die Leute benehmen sich viel besser, wenn sie unter ihren echten Namen im Internet unterwegs sind." Im Glauben, hinter verschlossenen Türen alles sagen zu können, was sie möchten, würde sich die Mehrheit der Nutzer derzeit hinter ihrer Anonymität verstecken, so Zuckerberg laut einem Bericht der "Huffington Post".

Wie sie die Anonymität aus dem Web verbannen möchte, verriet Zuckerberg allerdings nicht. Der erst kürzlich gestartete Facebook-Konkurrent Google+ des US-Suchmaschinenanbieters Google ist da bereits einen Schritt weiter: Wer sich in dem sozialen Netzwerk anmelden möchte, kann dies nur mit seinem "echten" Namen tun – was Nutzer freilich nicht davon abhält, Vor- und Zunamen zu erfinden. Wer allerdings beim Schwindeln erwischt wird und etwa unter einem Pseudonym aktiv ist, der wird ausgeschlossen.

Ob sich schlechtes Benehmen und Online-Mobbing dadurch jedoch aus dem Internet vertreiben lassen, ist fraglich. Kritiker befürchten zudem, dass der Zwang zum echten Namen negative Auswirkungen auf die Gesprächskultur haben könnte, etwa, weil bestimmte Themen dann – sei es aus Angst oder Scham - gar nicht mehr zur Sprache gebracht würden.

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