Das Rustock-Botnetz war bereits Mitte März lahmgelegt worden, nachdem Microsoft vor Gericht die Abschaltung der Kontrollserver erwirkt hatte. Dem Blog-Eintrag von Microsoft-Anwalt Richard Boscovich zufolge sei der Verbund fremdgesteuerter PCs in der Lage gewesen, bis zu 30 Milliarden Spam-Mails pro Tag zu verschicken, darunter vorwiegend Werbung für gefälschte Arzneimittel und Potenzmittel.
Mit der Abschaltung allein will sich der Softwarekonzern allerdings nicht zufrieden geben, zumal noch immer Hunderttausende Rechner mit der zur Steuerung durch Rustock benötigten Schadsoftware infiziert seien. "Wir werden die Ermittlungen so lange fortführen, bis die Rustock-Betreiber ausfindig gemacht wurden", erklärte Boscovich. Microsoft arbeite dafür mit Behörden und anderen Firmen aus aller Welt zusammen.
Da das Botnetz die weltweite Internet-Community betroffen habe, sei die Belohnung auf der ganzen Welt ausgeschrieben worden. Wer über Informationen zum Botnetz oder deren Betreiber verfüge, solle sich per Mail an Microsoft wenden.
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