27.01.2022 15:11 |

Rekord-Schmerzensgeld

Rapperin Cardi B gewinnt Klage gegen YouTuberin

Weil sie in zahlreichen Videos Lügen über US-Rapperin und Grammy-Gewinnerin Cardi B („WAP“) verbreitet hat, ist eine YouTuberin nun von einem Geschworenengericht im US-Staat Georgia verurteilt worden. Wegen Verleumdung, Verletzung der Privatsphäre sowie vorsätzlicher Zufügung von seelischem Leid muss Bloggerin Tasha K der Musikerin in Summe fast vier Millionen Dollar an Schadenersatz und Schmerzensgeld zahlen.

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Tasha K alias Latasha Transrina Kebe hatte den knapp einer Million Followern ihres YouTube-Kanals „UnWineWithTashaK“ in mehr als drei Dutzend Videos seit 2018 Lügen über Cardi B aufgetischt. Unter anderem hatte die 39-Jährige behauptet, dass die Rapperin in ihrer Vergangenheit als Prostituierte gearbeitet, Drogen konsumiert und an Geschlechtskrankheiten gelitten habe.

„Seelisches Leid“ zugefügt
Cardi B, bürgerlich Belcalis Marlenis Almanzar, hatte daraufhin bereits im März 2019 wegen „bösartiger Behauptungen“ Klage gegen die YouTuberin eingereicht. Die 29-Jährige warf Tasha K vor, ihre Karriere durch falsche Behauptungen „zerstören“ zu wollen. Sie habe Selbstmordgedanken gehabt, sich erniedrigt und ausgelaugt gefühlt, so Cardi B gegenüber dem „Billboard“-Magazin. In der Klage sprach Cardi B von „seelischem Leid“, das ihr zugefügt worden sei. Sie habe „schwere Demütigungen“ und „psychische Qualen“ erlitten. „Nur ein böser Mensch kann so einen Scheiß machen“, so die New Yorkerin.

Saftige Strafe
Das Geschworenengericht sprach Cardi B daraufhin nun 1,5 Millionen Dollar an Strafschadenersatz, eine Million Dollar an allgemeinem Schadenersatz wegen Rufschädigung sowie mehr als 1,3 Millionen Dollar an Prozesskosten zu, berichtete CNN unter Berufung auf Gerichtsunterlagen. Außerdem wurden der Rapperin 250.000 Dollar an medizinischen Kosten zugesprochen, beide Parteien einigten sich jedoch darauf, diese auf 25.000 Dollar zu reduzieren.

Cardi B bedankte sich in einem Statement bei den Geschworenen. Die letzten Jahre seien für sie sehr schwer gewesen und sie erlebe sie immer wieder wieder neu. Die Geschworenen hätten eine „sehr faire und richtige Entscheidung“ getroffen.

„Von hier an geht es nur noch aufwärts“
Tasha K sieht die Dinge optimistisch: „Mein Mann, meine Anwälte und ich haben wirklich hart gekämpft“, twitterte sie. „Von hier an geht es nur noch aufwärts.“ In einem am Mittwoch auf YouTube veröffentlichten Video-Statement gab sie außerdem an, dass sie aller Herausforderungen der letzten Jahre zum Trotz die Dinge genauso wieder machen würde. Sie habe „so viel gelernt“ und sei auf das Urteil vorbereitet gewesen.

Die YouTuberin hatte ihrerseits mit einem Gegenverfahren auf die Beleidigungsklage von Cardi B reagiert und der Rapperin vorgeworfen, sie „öffentlich in den Dreck“ zu ziehen. Ein Gericht hatte diese Klage allerdings bereits im Juli 2021 abgewiesen. Tasha K hatte demnach keine Beweise für ihre Anschuldigungen vorlegen können.

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