Das „Migräneeiweiß“ CGRP wird vom Trigeminusnerv (Hirnnerv) abgegeben und landet in nachweisbaren Mengen in den Tränen. Dieser Umstand soll in Zukunft die Diagnose erleichtern, berichtet das Deutsche Gesundheitsportal.
Den Befund „Migräne“ stellt der Facharzt bislang aufgrund der Symptome und der persönlichen Migränegeschichte des Patienten. Blutabnahmen und Labortests sind nicht üblich. Forscher untersuchten nun, ob das vom Trigeminusnerv abgegebene „Migräneeiweiß“ in den Tränen nachweisbar ist. Dafür verglichen die Wissenschafter die Menge an CGRP in der Tränenflüssigkeit von Betroffenen und gesunden Kontrollpersonen.
Enthalten die Tränen deutlich mehr CGRP als bei Gesunden üblich, weist das mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eine Migräneerkrankung hin. Diese einfache Messung könnte in Zukunft die Diagnose der Migräne erleichtern bzw. zumindest unterstützen. Damit wäre besonders jenen Patienten geholfen, die weniger unter klassischen Symptomen leiden und die Diagnose oft nur im Ausschlussverfahren erhalten. Auch bei Kindern wäre diese Messung von Vorteil. Zusätzlich könnte die Methode die Behandlung verbessern, vermutet man. Ein Therapieeffekt wäre womöglich ebenso an den Tränen zu erkennen. Nun folgen weitere Untersuchungen.
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