Nach einer Untersuchung der US-amerikanischen Softwareschmiede aus Colorado, Webroot, befinden sich auf jedem vernetzten Arbeitsplatzrechner im Durchschnitt etwa 20 Spionageprogramme. Neben Werbeprogrammen (Adware) fand der Spyware-Experte auch System-Monitore und Trojanische-Pferde, die in der Lage sind, vertrauliche Informationen an Unbefugte weiterzugeben.
Laut Webroot repräsentiert die Untersuchungeine umfassende Analyse über die Infiltrierung von Unternehmenmit Spionagesoftware. Zur Prüfung verwendet der Softwareherstellerdas Analyse-Tool "SpyAudit", das nach einem Opt-in-Verfahren dieRechner in Unternehmensnetz nach verschiedenen Formen von Spywareuntersuchen kann.
Spyware ist ein sich schnell verbreitender Software-Typ,der in der Lage ist, die Aktivität von PC-Usern sowohl onlineals auch offline zu überwachen und die ermittelten Informationen,häufig ohne Wissen der Anwender, an Dritte weiterzugeben.Die an sich harmlose Adware führt laut Webroot durch einzunehmendes Datenaufkommen zu einer reduzierten Bandbreite derNetze und damit zu einer geringeren Produktivität der Mitarbeiter.
Unternehmen sind lohnende Ziele "Unternehmen sind wesentlich lohnendere Ziele fürdie Spyware-Entwickler als Privatanwender", erklärte RolfDörr, Geschäftsführer von Webroot Europa. "JedeInformation, von Kundendaten über die Gehaltslisten und Produktspezifikationenbis hin zum Quellecode von Programmen, ist potenzielles Ziel fürSpionagetools", so Dörr.
10.000 Systeme untersucht Für den Test wurden 10.000 Systeme in über4.100 Unternehmen gescannt. Für Interessierte steht das Analysetool"SpyAudit" unter http://www.webrootdisp.net/entaudit/start.phpkostenlos zum Download zur Verfügung. Laut Webroot kann mitdem Tool innerhalb von Minuten ein detaillierter Bericht überden Status des untersuchten Systems ermittelt werden.
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