17.12.2021 15:32 |

Lage unterschiedlich

Diese Reise-Regeln gelten in anderen Ländern

Eigentlich sollte diesmal alles anders sein als im „Corona-Winter“ 2020/21: Wirksame Impfstoffe sollten der Pandemie Einhalt gebieten und unbeschwerte Weihnachtsfeiern und Winterreisen ermöglichen. Doch das war zu optimistisch gedacht: Impfrückstände, Impfdurchbrüche und die Omikron-Variante halten die Pandemie am Leben. Je nach Land sind die Lage und die Regeln verschieden. Lesen Sie hier, welche Maßnahmen derzeit in welchem Urlaubsland gelten.

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  • SCHWEIZ: Innerhalb von 14 Tagen haben sich zuletzt in der Schweiz mehr als 1400 von 100.000 Menschen mit Corona infiziert. Jeder Einreisende, egal von wo und ob geimpft oder nicht, muss einen negativen PCR-Test vorweisen und sich im elektronischen Portal für die Kontaktverfolgung anmelden. Vier bis sieben Tage nach Ankunft ist ein zweiter Test vorgeschrieben, das darf ein Antigen-Schnelltest sein. Es gilt Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr und in Innenräumen. Restaurants und Bars haben die Wahl: Sie können auch Ungeimpfte zulassen, die einen Test vorweisen, oder nur Geimpften und Genesenen Zutritt gewähren. Antigentests gelten 24 Stunden.
  • NIEDERLANDE: Die Niederlande sind ein Hochrisikogebiet mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 600 und einer angespannten Lage in den Krankenhäusern. Deutsche müssen bei der Einreise nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind. Und nach der Rückreise müssen diejenigen, die nicht genesen oder voll geimpft sind, in Quarantäne. Wegen der hochansteckenden Omikron-Variante wurde der Abend-Lockdown verlängert. Bis zum 14. Jänner ist das öffentliche Leben täglich ab 17 Uhr weitgehend dicht. Das gilt für Gaststätten, Kultur, Sport, Geschäfte - mit Ausnahmen von Supermärkten oder Apotheken. Außerdem ist Feuerwerk zum Jahreswechsel verboten.
  • BELGIEN: Nach Rekordwerten Ende November geht die Zahl der neuen Infektionen zwar zurück, doch die Zwei-Wochen-Inzidenz liegt noch bei 1800. Obwohl zuletzt auch weniger Patienten ins Krankenhaus mussten, sind die Intensivstationen erheblich belastet. Die Gastronomie muss um 23 Uhr schließen. Das gilt bisher auch für Silvester, doch sollen die Maßnahmen am Montag erneut bewertet werden. Die Regierung empfiehlt, soziale Kontakte auf ein Minimum zu begrenzen. Private Zusammenkünfte in Innenräumen - außer in Privatwohnungen - sind weitgehend verboten.
  • FRANKREICH: Die Infektionszahlen sind in Frankreich wieder stark gestiegen. Zuletzt infizierten sich binnen einer Woche mehr als 500 Menschen pro 100.000 Einwohner. Ungeimpfte müssen für die Einreise einen negativen PCR- oder Antigentest vorweisen, der nicht älter als 24 Stunden ist. Ob Museum, Gaststätte oder Skistation - für den Besuch gilt 3G. Menschen über 65 Jahre brauchen eine Boosterimpfung, damit ihr Impfstatus gültig bleibt, sofern ihre Impfung sieben Monate zurückliegt. Wer mit dem Reisebus oder Fernzug reisen möchte, muss genesen, geimpft oder getestet sein. Bei Ansammlungen im Freien etwa in der Warteschlange oder Seilbahn gilt Maskenpflicht. Für private Treffen gibt es keine Einschränkungen.
  • ITALIEN: Von einer entspannteren Ausgangslage steigen die Fallzahlen auch in Italien wieder, vor allem in Südtirol. Von den über Zwölfjährigen sind über 88,3 Prozent mindestens einmal gegen Covid-19 geimpft. Auch die ersten Kinder zwischen fünf und elf Jahren haben eine Dosis erhalten. Ab jetzt bis Silvester gilt eine Corona-Testpflicht für alle Einreisenden aus anderen EU-Ländern. Ungeimpfte müssen außerdem fünf Tage in Quarantäne. Alle Reisenden müssen zudem eine digitale Anmeldung ausfüllen. Nur Geimpfte und Genesene (2G) können innen in Restaurants oder Ski-Hütten essen gehen. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder geschlossenen Skiliften fährt, muss negativ getestet, geimpft oder genesen sein (3G).
  • SPANIEN: Trotz einer der europaweit höchsten Impfquoten ist die Sieben-Tage-Inzidenz wieder auf rund 235 gestiegen. Für alle ab zwölf Jahren gilt die 3G-Regel: geimpft, genesen oder getestet. Um die mittlerweile sechste Welle zu brechen, gibt es regional je nach Lage Einschränkungen. In der Öffentlichkeit gilt meist die 3G-Regel im Nachtleben und zum Teil auch für Restaurants oder Kinos, ergänzt durch eine Beschränkung der Auslastung. Maskenpflicht besteht in öffentlichen Innenräumen sowie im Freien, wenn kein Sicherheitsabstand von eineinhalb Metern eingehalten werden kann. Zusammenkünfte im privaten Bereich sind zurzeit nur auf den Kanaren auf zwischen sechs und zwölf Personen beschränkt.
  • DÄNEMARK: Exemplarisch kann man in Dänemark nachverfolgen, wie schnell die Omikron-Variante des Coronavirus um sich greifen kann: Die Gesamtzahl der Omikron-Infektionen verdoppelt sich alle zwei bis drei Tage und treibt die 7-Tage-Inzidenz über 800. Bei der Einreise blieb zuletzt alles beim alten - man kommt weiterhin ins Land, wenn man eine Impfung, Genesung oder einen negativen Test vorzeigen kann. Die Regierung bat die Dänen darum, betriebliche Weihnachtsfeiern abzusagen, rechtliche Begrenzungen für private Treffen gibt es aber nicht.
  • TSCHECHIEN: Die Corona-Fallzahlen sind zwar rückläufig, aber weiterhin hoch und die 7-Tage-Inzidenz übersteigt 800. Bis einschließlich 25. Dezember gilt der Notstand. Touristen aus der EU oder der Schweiz dürfen prinzipiell ins Land. Vollständig Geimpfte und Genesene müssen vor der Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur ein Online-Meldeformular ausfüllen. Für Ungeimpfte ist ein Urlaub in Tschechien aber praktisch unmöglich, denn in Hotels und Gaststätten sowie auf Skipisten gilt die 2G-Regel.Die Gastronomie schließt um 22 Uhr, Weihnachtsmärkte sind abgesagt. Private Feiern mit bis zu 20 Personen sind erlaubt, es gilt FFP2-Maskenpflicht.
  • POLEN: Das Hochrisikogebiet Polen meldete zuletzt über 24.000 Neuinfektionen und rund 670 Tote binnen 24 Stunden. Bei Einreise aus dem Schengenraum besteht eine 10-tägige Quarantänepflicht. Ausgenommen sind vollständig Geimpfte, Genesene und Reisende mit aktuellem negativen Testergebnis. In Restaurants, Hotels und Kultur- und Freizeiteinrichtungen gilt eine Einschränkung der Kapazität bis zu maximal 30 Prozent. Clubs und Diskotheken sind bis zum 17. Jänner geschlossen, für Silvester soll es eine Ausnahme geben.
  • TÜRKEI: In der Türkei werden täglich rund 20.000 neue Corona-Fälle gemeldet. An vielen öffentlichen Orten gilt eine Maskenpflicht, unter anderem, wenn Abstände nicht eingehalten werden können. Reisende in Flugzeugen, Fernbussen und -zügen müssen einen Impfnachweis vorlegen. Gleiches gilt für Kulturveranstaltungen wie Konzerte oder Theater und Kino. Für private Treffen gibt es keine offiziellen Regeln.
  • RUSSLAND: Mit zuletzt rund 28.400 Neuinfektionen binnen 24 Stunden bleibt Russland Hochrisikogebiet. Täglich werden deutlich mehr als 1000 Corona-Tote registriert und die Quote der vollständig Geimpften bleibt mit 46 Prozent recht niedrig. Wer nach Russland fliegt, braucht einen negativen PCR-Test. Trotzdem: Einschränkungen fürs private Neujahrsfest, das viele Russen im Kreise der Familie feiern, sind nicht absehbar. 
  • USA: Nach einem Rückgang im Herbst steigt auch in den USA die Zahl der Covid-Infektionen wieder. Wer aus Europa in die USA reisen möchte, braucht einen Negativ-Test, der höchstens 24 Stunden vor der Abreise in die USA erfolgt sein darf. Zusätzlich müssen Ausländer in der Regel eine vollständige Covid-19-Impfung nachweisen, bevor sie einen USA-Flug antreten können. Für private Treffen gibt es keinerlei Beschränkungen.
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