Die rechtsgerichtete Ex-Ministerin Laura Fernández hat die Präsidentschaftswahl in Costa Rica nach vorläufigen Ergebnissen gewonnen. Da die Gewaltkriminalität deutlich zugenommen hatte, spielten Fragen der Sicherheit bei den Wahlen eine zentrale Rolle.
Parallel zur Präsidentschaftswahl wurde auch ein neues Parlament gewählt. Das 5,2-Millionen-Einwohner-Land in Zentralamerika genießt wegen seiner stabilen demokratischen Verhältnisse und seiner Naturschönheiten international einen guten Ruf und ist bei Touristen beliebt.
Fernández, die mit 48 Prozent der Stimmen gewonnen hat, kündigte ein rigoroses Vorgehen gegen die Drogenkriminalität an. So will sie in Regionen, die besonders unter der Gewalt von Drogenhändlerinnen und Drogenhändlern leiden, den Ausnahmezustand verhängen. Verbrecherinnen und Verbrecher sollen in einem neuen Hochsicherheitsgefängnis inhaftiert werden. Die 39-jährige Politologin, die am 8. Mai die Regierungsgeschäfte übernehmen wird, bezeichnet El Salvadors Präsidenten Nayib Bukele als ihr Vorbild. Dieser geht mit eiserner Faust gegen kriminelle Banden vor. Bukele gratulierte Fernández auch bereits zum Wahlsieg.
Fernández von der Souveränen Volkspartei (PPSO) kam auf etwa 48 Prozent der Stimmen, der Ökonom Alvaro Ramos von der sozialdemokratischen Nationalen Befreiungspartei auf 33 Prozent. Für einen Sieg bereits in der ersten Runde wird ein Stimmanteil von 40 Prozent benötigt, wie die oberste Wahlbehörde des zentralamerikanischen Landes mitteilte.
Amtsinhaber durfte nicht mehr kandidieren
Fernández trat für die konservative Partei PPSO des scheidenden Präsidenten Rodrigo Chaves an, der gemäß der Verfassung des zentralamerikanischen Landes nicht für eine zweite Amtszeit kandidieren durfte. Zu Fernández‘ Rivalen gehören der linksgerichtete Politiker Ariel Robles und der moderat-konservative Ökonom Álvaro Ramos.
Fernández‘ Partei gilt in wirtschaftlichen Fragen als liberal und in sozialen Fragen als konservativ. Mit ihrem Erfolg setzt sich die Siegesserie konservativer Kandidatinnen und Kandidaten in Südamerika fort. Zuletzt gewannen rechte Bewerber bereits bei den Wahlen in Bolivien und Chile. Bisher hatte Costa Rica nur eine Präsidentin: Laura Chinchilla regierte von 2010 bis 2014 und gewann als letzte Kandidatin bereits in der ersten Runde ohne Stichwahl.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.