15.11.2021 13:43 |

Vergleich in USA

Taschenkontrollen: Apple zahlt 30 Millionen Dollar

Apple hat sich in einem außergerichtlichen Vergleich in den USA bereit erklärt, 29,9 Millionen Dollar an Mitarbeiter seiner Stores in Kalifornien zu zahlen, die gezwungen waren, sich außerhalb der Arbeitszeit einer Taschenkontrolle zu unterziehen. Der iPhone-Hersteller legt damit einen achtjährigen Rechtsstreit bei.

Wie Bloomberg berichtet, hatten die Store-Mitarbeiter in einer 2013 eingereichten Sammelklage Apple vorgeworfen, gegen kalifornisches Recht zu verstoßen, weil der Konzern sie nicht für die Zeit bezahle, die für die Kontrolle ihrer Taschen benötigt werde.

Apple hielt dagegen und behauptete, die Taschendurchsuchungen seien notwendig, um sicherzustellen, dass die Mitarbeiter keine gestohlenen elektronischen Geräte in ihren Taschen versteckten. Vor Gericht argumentierte der iPhone-Hersteller, dass jeder, der mit dieser Politik nicht einverstanden sei, sich dafür entscheiden könne, keine Taschen mit zur Arbeit zu nehmen.

2015 gab ein Richter dem Antrag von Apple statt, die Klage abzuweisen. Sie wurde jedoch im vergangenen Jahr wiederaufgenommen, nachdem ein Berufungsgericht entschieden hatte, dass Apple verpflichtet ist, den Mitarbeitern die Zeit zu bezahlen, die für die Kontrolle ihrer Taschen aufgewendet wird.

1286 Dollar pro Mitarbeiter
Die Klage betraf nur die Beschäftigten in den 52 Apple Stores in Kalifornien. Die Sammelklägergruppe umfasst 14.683 Beschäftigte, von denen jeder nun 1286 US-Dollar aus dem Vergleich erhält, so die Anwälte in der Gerichtsakte.

Apple lehnte es dem Bericht nach ab, sich zu dem Vergleich zu äußern. Das Unternehmen erklärte in der Vereinbarung, dass die Taschenkontrollen im Dezember 2015 eingestellt wurden.

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