Röcher wird Trainer

„Er war quasi wie ein österreichischer Mourinho!“

Fußball Unterhaus
03.11.2026 09:58

Lange hat er es nicht ausgehalten. Erst im vergangenen Sommer beendete Thorsten Röcher seine Karriere als aktiver Kicker, wollte sich nach dem Ostliga-Titel mit Gloggnitz Zeit für die Familie nehmen. Jetzt steigt er wieder ins Geschäft ein – als Trainer mit unorthodoxer Aufgabe... 

Denn der 35-Jährige übernimmt ab dieser Woche Gebietsligist Bad Fischau. Aber nur für drei Trainingseinheiten und das Duell gegen Weissenbach. Danach muss Röcher über drei Monate auf die nächste Challenge warten. Der Winterpause sei Dank. „Der Zeitpunkt ist sicher unüblich, macht aber schon Sinn“, so der Ex-Profi, der das Trainer-Dasein vorerst nebenbei fristen möchte. „So kann ich noch Impulse setzen, die Spieler kennenlernen und im Frühjahr durchstarten!“

In Wolfsber jubelte Röcher u.a. mit Michi Liendl
In Wolfsber jubelte Röcher u.a. mit Michi Liendl(Bild: GEPA)

Positive und negative Beispiele
Das tat er selbst einst in der heimischen Bundesliga, kickte für Sturm Graz, Mattersburg und den WAC insgesamt 265 Mal. Da kommen natürlich auch einige Trainer zusammen. Insgesamt 25 waren es an der Zahl, die beim Neunkirchner allesamt hängen blieben – positiv und negativ. „Ich konnte von allen etwas mitnehmen. Entweder, wie ich es jetzt selbst als Coach machen möchte – oder halt, wie ich es auf keinen Fall machen werde“, lacht Röcher. „Wenn man knapp 15 Jahre im Profi-Bereich unterwegs ist, kommt man um Negativbeispiele nicht herum.“

Die meisten Spiele bestritt Röcher unter Ivo Vastic in Mattersburg
Die meisten Spiele bestritt Röcher unter Ivo Vastic in Mattersburg(Bild: GEPA)

Bekannt durch „Auszucker“
Namen nennen möchte er keine, verrät dafür aber seinen „Lieblings“-Trainer unter den Ivo Vastics und Franco Fodas. „Ich konnte extrem viel von Heiko Vogel mitnehmen“, erzählt der Ex-Stürmer, der mit dem Deutschen und Sturm Graz 2018 den ÖFB-Cup gewann. Weniger erfolgreich war die Zeit bei den „Schwoazen“ unter Nestor El Maestro, der sich vor allem mit dem einen oder anderen „Auszucker“ einen Namen machte. „Zu uns war er immer nett und respektvoll. Nach außen aber so auf ,Ihr dürft mich gerne alle hassen’. Quasi wie ein österreichischer Jose Mourinho.“

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