21.09.2021 10:53 |

„Nicht fertig gedacht“

Kontrolle der Winterregeln: Mehr Polizei gefordert

Für den Wintersport gelten heuer strikte Corona-Auflagen: Die 3G-Regel gilt für Hotellerie, Gastronomie und Seilbahnbetriebe, in geschlossenen Gondeln muss zusätzlich eine FFP2-Maske getragen werden. Die Einhaltung der Corona-Regeln soll durch „scharfe Kontrollen“ der Polizei sichergestellt werden, kündigte Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) am Montag an. Für Reinhard Zimmermann, Chef der Polizeigewerkschaft, ist „die Sache nicht fertig gedacht“. Es gebe zu wenig Personal.

Wie diese Kontrollen personaltechnisch durchgeführt werden sollen, solle man ihm „bitte vorzeigen“, kritisierte Zimmermann gegenüber dem Ö1-„Morgenjournal“. Die Polizei müsse dann Personal aufstocken, da schwer vorstellbar sei, dass „vielleicht ein paar Polizisten“ in großen Tourismusgebieten im Dienst seien „und dann sozusagen das ganze Gebiet kontrolliert abriegeln“. Er könne sich keine Polizisten auf Skiern vorstellen, die 3G-Kontrollen durchführen, so der Gewerkschaftsvorsitzende.

Hoteliers begrüßen Regeln
Die Tourismuswirtschaft begrüßt die Corona-Regeln jedenfalls, hofft aber auf weitere staatliche Unterstützungsmaßnahmen. „Dank Impfung, mittelfristiger Planung und engmaschigem Testnetz geht Österreichs Tourismus optimistisch in die Wintersaison“, sagte die Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung, Michaela Reitterer, am Montag auf die vorgestellten Pläne.

Auch die Wirtschaftskammer zeigte sich erfreut über „taugliche und für unsere Branchen bereits bekannte Instrumente“, mit denen man die anstehende Wintersaison für Gäste, Mitarbeiter und Betriebe planbar sei, teilten die Obleute der Fachverbände Hotellerie und Gastronomie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) in einer Aussendung mit.

WKO: Flächendeckende PCR-Tests „absolutes Muss“
Der WKO-Obmann der Bundessparte Tourismus, Robert Seeber, verwies gleichzeitig auf die dabei nötige Praxistauglichkeit: Die Auflagen und Maßnahmen müssten gesetzlich und organisatorisch so umgesetzt werden, „dass sie einfach und unbürokratisch handhabbar sind.“ Das gelte vor allem bei einem Umstieg von Antigen- auf PCR-Tests, wo eine flächendeckende Infrastruktur und eine schnelle Abwicklung „ein absolutes Muss“ sei.

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