Ein bereits vorbestrafter Jugendlicher (15) steht nun auch wegen Körperverletzung vor Gericht. Er zeigt sich teilweise geständig. Der Prozess wurde vertagt.
Ich mach’ an deiner Schule einen Amoklauf! Diese Worte soll ein 15-Jähriger einer ehemaligen Mitschülerin ins Ohr geflüstert haben. Als er dann rund vier Wochen später vor der Schule in Eichgraben auftauchte, schrillten nicht nur bei der Zwölfjährigen die Alarmglocken. Aufgrund seines unrühmlichen Abgangs – der Jugendliche wurde nach einer Körperverletzung an einem Mitschüler aus der Schule geworfen – behält man ihn dort noch länger in Erinnerung. „Ich will mich eh mal rächen“, soll er gegenüber anderen Jungs gedroht haben. Schnell machten Gerüchte um eine mögliche Waffe die Runde. „Die Schüler hatten zunehmend Angst vor ihm“, schildert eine Lehrerin.
Bereits mehrmaliger Schulwechsel
„Er ist da“, kam rasch Panik auf, als er am 26. April vor dem Schulgebäude auftauchte. „Er wollte, dass ich ein Fenster offen lasse, ohne dass es jemand merkt“, schildert ein anderer Schüler. Vor Gericht in St. Pölten ist der Bursche kein unbeschriebenes Blatt – auch wenn er sich zunächst an seine Vorstrafen wegen Körperverletzung und Diebstahls nicht erinnern will. Erst im März fasste er zwei Monate auf Bewährung aus.
Prozess auf unbestimmte Zeit vertagt
Im Dezember des Vorjahres verprügelten er und sein Bruder bei einem Jugend-Clubbing einen 14-Jährigen auf der Toilette. „Ich hab’ ihm einen Ellenbogen gegeben“, zeigt er sich geständig. Oder war es doch ein Faustschlag? Die Tat wurde vom 15-Jährigen mitgefilmt und per Snapchat verschickt. Das Opfer ging bewusstlos zu Boden. Daher wird dem Angeklagten zur gefährlichen Drohung nun auch wegen schwerer Körperverletzung der Prozess gemacht. Für die Ladung weiterer Zeugen wurde vertagt.
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