Die Möglichkeiten reichten von klaren Preisobergrenzen bis zu Strukturmaßnahmen, um dem Problem für die Endkundenpreise, die immer noch zu hoch seien, zu Leibe zu rücken. Kroes räumte ein, dass es bereits einige Fortschritte gegeben habe, doch seien heute die Sprach-Roamingpreise innerhalb Europas immer noch dreimal höher als die Tarife im eigenen Land.
Die EU hatte 2007 erste Preisobergrenzen für Auslandstelefonate eingeführt. Ab Juni 2007 durfte ein Anruf aus einem EU-Land nach Österreich 0,49 Euro je Minute kosten, der in Österreich Angerufene zahlte noch 0,24 Euro. Mit August 2008 gab es eine neuerliche Senkung auf 0,46 bzw. 0,22 Euro.
Ab Juli 2010 blieben die Höchstpreise für ausgehende Gespräche bei 46 Cent, für eingehende dürfen seither maximal 18 Cent berechnet werden. Mit Juli 2011 gibt es eine neuerliche Reduktion der Preise auf 35 bzw. 11 Cent. Die EU-Kommission wird Ende Juni eine Übersicht über die Lage auf dem Roaming-Sektor vorlegen.
Datenroaming laut Kroes nach wie vor zu teuer
Kroes sind die bisher erfolgten Preisreduzierungen jedenfalls nicht genug, auch nicht bei Datenroaming. Sie droht den Mobilfunkbetreibern mit mehr Regulierung, wenn sie die Datenroaming-Tarife im europäischen Ausland nicht weiter senken.
"Die mittlerweile deutlich gesunkenen Großhandelspreise bei Datentarifen spiegeln sich noch nicht in ausreichendem Maße in den Endkundenpreisen wider, und ich habe bisher keine große Hoffnung, dass der Wettbewerb dieses Problem ohne weitere Gesetzgebung lösen kann", sagte Kroes.
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