Ermittler aus dem obersteirischen Murau haben eine Gruppe von Betrügern ausgeforscht, die in ganz Österreich und im Ausland mit „Love Scam“ mehr als 350.000 Euro ergaunert hat. Die insgesamt 54 Verdächtigen hätten 24 Opfern im Alter von 40 bis 76 Jahren durch Vortäuschen einer Liebesbeziehung und später einer finanziellen Notlage vier- bis fünfstellige Euro-Summen abgeknöpft, hieß es am Freitag seitens der Landespolizeidirektion Steiermark.
Laut den Ermittlern soll es sich um eine kriminelle Vereinigung, vermutlich aus dem afrikanischen Raum, konkret Nigeria, handeln. 42 Beschuldigte sind namentlich bekannt, 20 von ihnen halten sich im Ausland auf. Zumindest zwölf weitere Verdächtige sind nicht namentlich bekannt, da sie mit Aliasnamen agiert hatten.
Die mutmaßlichen Täter hatten sich das Vertrauen ihrer Opfer erschlichen und dann in betrügerischer Absicht eine finanzielle Notlage vorgegaukelt. Dadurch willigten die Opfer ein und überwiesen Bargeld auf in- und ausländische Konten - meistens per Money-Transfer-Dienst wegen der schlechteren Rückverfolgbarkeit. Ein Abschlussbericht erging an die aktführende Staatsanwaltschaft Linz.
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